01.05.2012 | Ausgabe 04/2012

AVC-I - Broadcast-Format für die Videosignalverbreitung – Teil 1

FORMATE

Die Verfügbarkeit von High-Speed-IP-Netzwerken ermöglichen den Einsatz von Intra-Video-Codecs in einem breiten Spektrum von unterschiedlichen Anwendungen. Intra-Videoformate erlauben geringere End-to-End-Verzögerungen und sind für eine einfache Weiterverarbeitung geeignet (Editing). Darüber hinaus ermöglicht der Einsatz eine Reduzierung der Komplexität der Komponenten und Geräte und erfährt somit eine wesentliche Kostenreduktion gegenüber Long-GOP-Äquivalenten. Diese Vorteile wiederum haben den Weg geebnet für eine Vielzahl von proprietären und standardisierten Lösungen wie VC-2, VC-3 oder JPEG-2000. AVC-I (Audio-Video-Codierung-Intra) ist ein MPEG-4 AVC/H.264-Profil mit einer Begrenzung der Komplexität und bietet das Entfernen von Encoding-Tools aus dem Broadcast-Profile. Es bleibt abzuwarten, ob diese signifikante Verbesserung eine Kompatibilität unter den AVC-I-Produkten mit den entsprechenden Qualitätsmerkmalen zukünftig bieten kann. Der Beitrag wurde im Frühjahr 2011 der SMPTE vorgestellt und präsentiert Untersuchungsergebnisse des Herstellers.

Die Live-Zuspielungen und ein anderer Austausch von Videoinhalten profitiert derzeit von der Verfügbarkeit von Hochgeschwindigkeitsnetzwerken. Diese Netzwerke für hohe Bandbreiten öffnen den Weg für eine bessere Qualität bei der Videoübertragung und einer geringeren Verzögerung für das Sendesignal – mit der Möglichkeit einer einfachen Speicherung des Videomaterials für eine spätere nochmalige Verwendung. Da hierdurch eine geringere Videokompression ermöglicht werden kann, sind Intra-Only-Komprimierungswerkzeuge in Betracht zu ziehen und es können Long-GOP-Codecs vermieden werden. Diese Techniken bieten die Möglichkeit, Bilder unabhängig zu komprimieren, um eine geringere Latenzzeit und eine fehlerfreie Robustheit zu erreichen...


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