01.01.2015 | Ausgabe 1-2/2015

Studioneubau für die Tagesschau beim NDR

Wie kann man die Tagesschau so umgestalten, dass sie den neuen Sehgewohnheiten der Nutzer entspricht? Mit welchem technischen Konzept ist man in der Sendeabwicklung von ARD aktuell möglichst störungsfrei sowie zukunftssicher? Diese und weitere Fragen werden in diesem sechsteiligen Fachbeitrag beantwortet.

Teil III: Kamerarobotik im neuen Studio von ARD-aktuell
Einleitung
Schon die alte Tagesschau wurde ausschließlich mithilfe von fernbedienbaren Kameras auf Robotstativen ohne Kameraleute produziert. Bei den Planungen des neuen Studios für ARD-aktuell war diese Produktionsweise von Anfang an als eine wesentliche Rahmenbedingung gesetzt. Als echte Herausforderung für das Projekt stellten sich dann allerdings die Anforderungen heraus, die sich aus dem zukünftigen neuen Studiodesign ergaben. Die Kamerasysteme sollten nicht nur wie bisher auf dem Boden agieren, sondern auch über dem Set in unmittelbarer Nähe zu den Moderatorinnen und Moderatoren, und das auch noch in der Höhe verfahrbar und an unterschiedlichen Positionen. Darüber hinaus waren Kamerafahrten über große
Distanzen im „ON“ vorgesehen, die mit den bekannten Robotstativen nicht hergestellt werden konnten. Die Bedienung der gesamten Kameratechnik auf sehr engem Raum musste ferngesteuert aus zwei Regien auch ohne direkte Sicht in das Studio möglich sein.
Diese redaktionellen und produktionstechnischen Anforderungen bedingten die Planung und Realisierung eines Kamerarobotiksystems, in dem bekannte Systemkomponenten mit zusätzlichen Funktionen versehen und neue Aspekte wie zum Beispiel Kollisionsvermeidung, die Integration unterschiedlicher Systeme und ein umfangreiches Sicherheitskonzept entwickelt werden mussten.
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