01.10.2015 | Ausgabe 10/2015

IBC 2015

Nachberichterstattung

Einmal mehr stand die größte europäische Broadcastmesse, die vom 11. bis 15. September 2015 ihre Tore im Amsterdamer Messegelände RAI geöffnet hatte, ganz im Zeichen von IP und der Produktion neuer Unterhaltungsangebote für die Zuschauer.

IP im Fokus
„IP Everywhere“ – so könnte man eines der Kernthemen der diesjährigen IBC beschreiben, ohne allzusehr in die Details gehen zu müssen. Was sich auf der Veranstaltung im letzten Jahr abzeichnete und auf der NAB zu Beginn dieses Jahres fortsetzte, nahm erneut einen Großteil der auf der Messe präsentierten Lösungen und des begleitenden Kongressprogramms in Anspruch: der Umstieg auf IP-basierte Produktion bewegt die Branche.
Die damit einhergehende, fortschreitende Crossmedialität von Video- und Audioinhalten mögen die einen als Chance sehen, die anderen eher als Damokles-Schwert, das über ihren Köpfen hängt, doch der Andrang an den jeweiligen Messeständen wie etwa dem Stand der EBU, die mit einem abgespeckten Setup des im Rahmen ihres LiveIP-Projekts kürzlich beim Sender VRT in Brüssel eingerichteten All-IP-Studios vertreten war, sowie den thematisch angegliederten Seminaren und Vorträgen im Konferenzprogramm sprach für sich.

Alle Macht dem Internet?
Schon in der Eröffnungs-Keynote der Konferenz ging es um die neue Marktmacht der großen Online-Player wie Google und Amazon und den Ausbau ihrer TV-Angebote. Der Zusammenschluss von Amazon Web Services mit Elemental Technologies, der kurz vor Beginn der Messe verkündet wurde, spricht eine deutliche Sprache und zeigt, dass die Internet-Riesen ihr einmal gewonnenes Territorium nicht nur verteidigen wollen, sondern zum Angriff auf traditionelle TV-Dienste blasen.


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