01.11.2015 | Ausgabe 11/2015

Audio-over-IP-Zuspielungen in Rundfunknetzen

Ausbau, Erweiterung und Substitution bestehender Zuspielung durch IP

Durch den fortschreitenden Netzausbau, höhere Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit, sinkende Preise und vielfältige Einsatzmöglichkeiten rücken IP-Verbindungen für die Audiozuspielung in Rundfunknetzwerken immer mehr in den Fokus und lösen die etablierten Zuspielwege sukzessive ab. Häufig stehen dabei neben der verfügbaren Bandbreite, der Zuverlässigkeit der Leitung und der Audioqualität auch die Systemlaufzeiten und Synchronisation auf dem Prüfstand, weshalb eine genauere Betrachtung der hierfür verantwortlichen Faktoren für die Systemplanung entscheidend sein kann.

Einleitung
Bei der Planung von Audio-over-IP-Zuspielungen spielen mehrere Faktoren eine Rolle: verfügbare Bandbreite für die Zuspielung, Qualitätsanforderungen an das Audio, maximal zulässige Systemlaufzeit, Sicherung der Übertragung, Sychronisation und natürlich die Kosten. Häufig beeinflusst ein Faktor direkt einen anderen: so kann eine reduzierte Bandbreite für die Zuspielung die Notwendigkeit einer Audiokompression mit einhergehendem Qualitätsverlust bedingen, oder die Unsicherheit des Kanals den Einsatz eines Fehlerschutzmechanismus zu Lasten der Systemlaufzeit notwendig machen. Alle Faktoren müssen sorgfältig gegeneinander abgewogen und Schwerpunkte gesetzt werden. Letztendlich gilt es die häufig anzutreffende Zuspielung per Satellit zumindest gleichwertig zu erweitern oder sogar zu ersetzen. Im Folgenden werden die Stellschrauben für die jeweiligen Faktoren erläutert und wie diese mit den jeweils anderen Faktoren interagieren. Anschließend wird betrachtet inwiefern sich verschiedene Ausspielsysteme synchronisieren lassen, um eine zeitgleiche Ausspielung an den Zielorten zu gewährleisten.


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