04.12.2015 | Ausgabe 12/2015

KVM-Systeme als Rückgrat der IT-Infrastruktur

Der modulare KVM Matrixswitch (G&D) ermöglicht die individuelle Bestückung mit Ein-/Ausgabe-Karten und somit den Mischbetrieb von CAT- und LwL-Übertragung. Bild: Guntermann & Drunck GmbH

Im Zeitalter der Digitalisierung und dem Einzug von IP verschmelzen Broadcast- und IT-Anwendungen mehr und mehr. Somit erhält eine möglichst einfache Systembedienung einen immer größeren Stellenwert. Dazu bieten KVM-Systeme die Möglichkeit, auf einer homogenen Anwenderplattform diverse, heterogene Systeme gleichermaßen zu bedienen. Durch die Möglichkeiten zur Vernetzung einzelner Infrastruktur-Inseln können KVM-Anlagen zu komplexen Konstrukten heranwachsen und so zum Rückgrat des gesamten IT-Workflow werden. Der Artikel beleuchtet die unterschiedlichen Aspekte, die heutige KVM-Systeme leisten und stellt dar, wie diese in eine individuelle Planung einbezogen werden können.

Einleitung
Die Art, wie Inhalte produziert, verarbeitet und verwaltet werden, hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Bedingt durch nonlineare Bearbeitungsabläufe und weiterhin getrieben von geänderten Sehgewohnheiten fi nden wir heute fast ausschließlich dateibasierte Broadcast-Strukturen wieder. Die Folge ist ein vollständiger technischer Wandel hin zu komplett IT-basierten Infrastrukturen, um wirklich alle Vorteile von dateibasierten Architekturen nutzen zu können. Wurden die Daten zu Beginn noch via SDI zwischen einzelnen Systemen übertragen – dabei in der Regel durch wiederkehrendes Komprimieren und De-Komprimieren mit Verlusten behaftet – bieten die neuen Infrastrukturen die Möglichkeit, die kostbaren Assets verlustfrei über Netzwerkstrukturen zu übertragen. Immer höhere Anforderungen insbesondere an die Videobandbreite führen heutzutage zu entsprechend performanten Netzwerkstrukturen. Der naheliegende Gedanke, auch die Bedienung via eines KVM-Systems über solche Netzwerkstrukturen laufen zu lassen, ist dabei verführerisch – ist doch eine Basis bereits gegeben und die Anbindung über IP so flexibel. Aber Vorsicht! Der erste Eindruck trügt mitunter und einige Grundsätze gilt es vorab zu beachten.


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