01.06.2015 | Ausgabe 6/2015

Liquid Art – Tropfen in bewegter Ästhetik

Highspeed-Fotograf Daniel Nimmervoll und Dokumentarfilmer Rainer Bergomaz filmten mithilfe einer Hochgeschwindigkeitskamera fallende Wassertropfen. Der Artikel beschreibt Entstehung und technisches Setup der Aufnahmen.

Einleitung
Tropfen sind ein faszinierendes Gebiet der Hochgeschwindigkeits-Fotografie. Nur wenige Millisekunden stehen zur Verfügung, um die vergänglichen Gebilde und Formen festzuhalten, die sich bilden, wenn Wasser auf Wasser fällt. Sobald es gelingt, entstehen wahre fotografische Kunstwerke. Tropfenkunst eben – Liquid Art. Seit 2010 beschäftigt sich Daniel Nimmervoll systematisch mit diesem Thema und hat sich mittlerweile zu einem echten Spezialisten auf diesem Gebiet entwickelt. 2013 erschien sein Buch „Highspeed Fotografie“ (mitp Edition Profifoto; 2. Auflage für April 2014 in Vorbereitung), in dem er nicht nur eine Vielzahl faszinierender Aufnahmen zeigt, sondern auch einen Blick hinter die Kulissen gewährt und ausführlich seine Aufnahmetechnik erläutert. Tipps und Tricks für jeden, der ihm in der Tropfenfotografie nacheifern will.
Hochgeschwindigkeits-Fotografie ist das Eine, Slow-Motion-Filmaufnahmen das Andere. Auch wenn es bei beiden Disziplinen um Geschwindigkeit geht, ist die technische Herangehensweise doch eine andere. Die Faszination für kunstvolle Bilder und Motive aber verbindet sie. So wurde auch der auf Tier- und Naturfilme spezialisierte Kameramann Rainer Bergomaz, Blue Paw Artists, auf das Buch von Nimmervoll aufmerksam: über das Motiv Wasser, zu dem er als Dokumentarfilmer eine ganz besondere Beziehung hat. So filmte er für die fünfteilige Filmreihe „Zu den Quellen des Essequibo“ (arte) in Guyana den höchsten einstufigen Wasserfall der Welt. Gewaltige Wassermassen stürzen dort 240 Meter in die Tiefe.


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