01.06.2015 | Ausgabe 6/2015

Broadcasting in der Cloud: Worauf warten wir noch?

Broadcasting in der Cloud ist derzeit eines der vieldiskutierten Themen. Auch auf der Fachmesse NAB im April 2015 in Las Vegas wurde diesem Aspekt große Bedeutung beigemessen. Aus Sicht der Branche sind bereits viele Innovationen beim Broadcasting zu sehen, vor allem bei der Sportübertragung. Wenig überraschend, wenn man die große Anzahl an hochkarätigen Sportarten betrachtet, deren Fans ein herausragendes Zuschauererlebnis verlangen. Der Artikel beschreibt, welche Rolle die Cloud künftig bei der Übertragung von TV-Sendungen spielen könnte.

Einleitung
Ursprünglich war Broadcasting ein kapitalintensives Geschäft, da die Technologie zur Bereitstellung eines TV-Kanals sehr spezialisiert und teuer war, inklusive einem riesigen Netzwerk an Sendemasten. Dies erklärt, warum die frühe Funk- und TV-Übertragung staatlich finanziert war. Beispielsweise wird die BBC über ein Modell finanziert, das in den 1920er Jahren im Vereinigten Königreich entwickelt und nahezu auf der ganzen Welt übernommen wurde. Daraus entstanden von Ingenieuren geleitete Organisationen, die sich mit Veränderungen schwer taten. Zur Erinnerung: Wie lang hat der Übergang von Schwarz-Weiß auf Farbe und von SD auf HD gedauert?
Heute sieht die Broadcasting-Landschaft ganz anders aus. Neue Technologien wie Cloud-basierte Dienste und Videostreaming lassen für etablierte Sender neue Wettbewerber entstehen. Gleichzeitig schaff en sie Möglichkeiten zur Lieferung von Videos auf verschiedensten Endgeräten wie Laptops, Tablets und Mobiltelefonen. Die meisten Sender haben bereits den Trend zur Bereitstellung von Inhalten für multiple Plattformen erkannt. Dies gibt dem Endverbraucher das Gefühl, dass der Sender das Internet und die Cloud in den Mittelpunkt seiner Geschäftsprozesse stellt.


Newsletter
Ja, ich möchte den Newsletter von FKT abonnieren