03.02.2016 | Ausgabe 1-2/2016

HFR im Kino- und Broadcast-Umfeld

Mit HFR lässt sich Judder deutlich verbessern bzw. beseitigen (Bildquelle: R&S)

Die fortschreitende Erhöhung der Auflösung von SD/HD hin zu UHD-1 und 4K und die damit verbundene Qualitätssteigerung wird vom menschlichen Auge bei Bewegtbildinhalten unter Beibehaltung traditioneller Bildwiederholfrequenzen unzureichend wahrgenommen. Der erhoffte „Wow-Effekt“ beim Zuschauer bleibt faktisch aus. Schnelle Kamerabewegungen oder innerszenische Bewegungen von mehr als drei Pixel pro Field/Frame eliminieren die durch die Erhöhung der Auflösung gewonnene Detailtiefe. Eine Erhöhung der Bildwiederholfrequenz kann hierbei Abhilfe schaffen.Dieser Beitrag beschreibt das Thema High Frame Rate (HFR) im Digital-Cinema- und Broadcast-Umfeld.

1.1 Bildwiederholfrequenzen

1.1.1 BroadcastHeutzutage werden SD- und HDTV-Programme im Zeilensprungverfahren mit i25 fps (50i) bzw. i30 fps (60i) übertragen. Durch das Zeilensprungverfahren wird ein aufgezeichnetes Bild in zwei zeitlich unabhängige Halbbilder unterteilt.Im HDTV-Standard bildet das Format 720p eine Ausnahme. Hier werden Signale mit 50 bzw. 60 Vollbildern pro Sekunde übertragen. 720—p bietet im Vergleich zu 1080i eine geringere Auflösung bei doppelter Bewegtbildauflösung durch die Übertragung von 50 bzw. 60 fps.Bei der Aufzeichnung und in der Postproduktion kommen zudem die Formate 1080p/50 bzw. 1080p/60 zum Einsatz, welche Bildwiederholraten von 50 bzw. 60 Vollbildern pro Sekunde ermöglichen. Diese Formate verbinden die Vorteile der höheren zeitlichen Auflösung von 720p mit dem Vorteil der höheren Auflösung von 1080i.1080p kommt aktuell in der klassischen Broadcast-Distribution noch nicht zum Einsatz.…


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