03.03.2016 | Ausgabe 3/2016

Personalisierte Fernsehprogramme

Entwurf für Steuerelemente während der Nutzung (Bildquelle: Christian Hoffmann, Ulrich Schmedes)

Die personalisierte Programmverbreitung über das Internet bietet für Fernsehveranstalter einen Weg, sich im Spannungsfeld zwischen linearen TV-Programmen und individuellem Programmabruf über Video-on-Demand-Dienste gegen die wachsende Konkurrenz behaupten zu können. Der Beitrag zeigt die notwendigen Voraussetzungen und beschreibt mögliche Umsetzungen. Dabei wird auch ein Modell vorgestellt, das einer eher passiven Nutzungssituation entspricht und aus Zuschauersicht einem linearen Programm nahekommt.

Einleitung
Das Internet hat die Verbreitung von Informationen revolutioniert und damit Milliarden Menschen den Zugang zu neuem Wissen und neuen Inhalten ermöglicht. Dabei hat es unter anderem die Musik- und Filmindustrie nachhaltig beeinflusst. Das Fernsehen ist von diesem Veränderungsprozess bisher kaum betroffen. Zu gering war lange Zeit die Verbreitung von schnellen Breitbandanschlüssen und zu hoch die Menge an Daten, die für den Empfang von hochqualitativen Inhalten notwendig war. Die Entwicklung der letzten Jahre hat viele dieser Hürden beseitigt und die Voraussetzungen für erste erfolgreiche Video-on-Demand-Angebote (VoD) geschaffen. Mit der zunehmenden Zahl an potenziellen Kunden stieg auch die Menge an neuen Diensten und Angeboten. Die Übertragung von Livestreams und das Anbieten von Inhalten in Mediatheken sind dabei nur ein erster Schritt. Die sukzessive Änderung des Mediennutzungsverhaltens bereitet den Weg für neue Angebote, die bisher nur in ersten Ansätzen absehbar sind.


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