06.11.2017 | Ausgabe 11/2017

Halbautomatische Steuerung von Kamera und Bildmischer bei Live-Übertragungen

Augmented Reality auf der Roboterkamera zeigt die Freiheitsgrade, aber auch die Beschränkungen, Dolly Track von 4,04 m, Hubsäule 1,57–2,11 cm; Horizontaler Öffnungswinkel 9°–96° Quelle: Jeff Daemen, Jens Herder, Cornelius Koch, Philipp Ladwig, Roman Wiche, Kai Wilgen

Live-Video-Broadcasting mit mehreren Kameras erfordert eine Vielzahl von Fachkenntnissen. Robotersysteme ermöglichen zwar die Automatisierung von gängigen und wiederholten Tracking-Aufnahmen, diese erlauben jedoch keine kurzfristigen Anpassungen aufgrund von unvorhersehbaren Ereignissen. In diesem Beitrag wird ein modulares, automatisiertes Kamerasteuerungs- und Bildschnitt-System eingeführt, das auf grundlegenden kinematografischen Regeln basiert. Die Positionen der Akteure werden durch ein markerloses Tracking-System bereitgestellt. Darüber hinaus werden Tonpegel der Lavaliermikrofone der Akteure zur Analyse der aktuellen Szene verwendet. Ein Expertensystem ermittelt geeignete Kamerawinkel und entscheidet, wann von einer Kamera auf eine andere umgeschaltet werden soll. Eine Testproduktion wurde durchgeführt, um den entwickelten Prototyp in einem Live-Broadcast-Szenario zu beobachten und diente als Videodemonstration für eine Evaluierung.

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