31.08.2017 | Ausgabe 8-9/2017

50 Jahre Farbfernsehen in Deutschland – ein Blick auf die Vorgeschichte

Quelle: Walter Bruch: Farbfernsehsysteme – Überblick über das NTSC-, SECAM- und PAL-System in Telefunken-Zeitung Jg. 36 (1963), Heft 1/2, Tafel nach S. 84

Ebenso wie bei den älteren Medien Fotografie und Film waren auch beim Start der ersten regulären Fernsehprogramme in der 1930er Jahren die Bilder noch in Schwarzweiß. Und ebenso wie bei der Fotografie und beim Film gab es auch beim Fernsehen schon sehr früh erste Überlegungen und Versuche in Richtung farbiger Bilder, denn das damals bereits lange bekannte Grundprinzip der Zerlegung einer beliebigen Farbe in drei Grundfarben lässt sich auf jedes Bildmedium anwenden.

Seit den späten 1870er Jahren befassten sich Erfinder mit dem Problem der elektrischen Übertragung bewegter Bilder – dem Fernsehen. Unter den vielfältigen technischen Ansätzen für erste Fernsehsysteme tauchte 1880 in einem Zeitschriftenartikel auch der Vorschlag von Maurice Leblanc auf, der „nicht nur die Übertragung der Lichtpunkte in richtiger Lichtstärke ermöglichen, sondern auch die verschiedenen Lichtfarben entsprechend zu übertragen gestatten soll. Um dies zu erreichen, zerlegt er auf der Gebestation das von dem vibrierenden Spiegel m kommende Licht zunächst durch ein Prisma s in ein Spektrum und bringt in den verschiedenen Spektralbezirken desselben kleine [lichtempfindliche] Selenstückchen σ1 σ2 an“.

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6 Seiten

 

 


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