02.11.2018 | Ausgabe 11/2018

Editorial

Quelle: Angela Bünger

Quelle: Angela Bünger

neulich im Bekanntenkreis: im Zuge eines Berichts über die Photokina in Köln, der sich mit den zahlreich anwesenden Social-Media-Influencern oder „Markenbotschaftern“ beschäftigte, kam die Diskussion auf, dass heutzutage nahezu jedes x-beliebige Bild so bearbeitet werden könne, dass der Laie es akzeptieren und keinen Unterschied zum qualitativ höherwertigen Profi-Produkt erkennen könne. Dies sei so ähnlich wie bei Tonaufnahmen der zahlreichen C-Prominenz, aus denen schließlich etwas gezaubert werde, das sich verkaufen und bei Veranstaltungen mittels Playback und mäßig guter Schauspieleinlagen darbieten ließe, und damit teils bessere Verkäufe erziele, als Werke professioneller Künstler.

Nun kann man sagen, dass der Vergleich etwas hinkt, denn während gute Bildbearbeitungsprogramme heute für fast jedermann in allen Preisklassen zur Verfügung stehen und für die Publikation in den sozialen Medien tatsächlich durchschnittliche Begabung mit deren Umgang ausreicht, steckt hinter der Arbeit im Studio immer das Werk eines Profis und wahren Künstlers, denn je schlechter das Ausgangsmaterial, desto mehr muss er letztendlich „zaubern“. Doch zurück zum Bild: Was macht eigentlich gute Bilder aus? Mit Sicherheit nicht nur die Bildbearbeitung mit dem richtigen Programm - diese kann immer nur Teil des Ganzen sein.

Wir gehen daher in dieser Ausgabe stichpunktartig auf verschiedene Bereiche des Bearbeitungskreislaufs ein - von der Akquise bis hin zur Verbreitung an die Zuschauer. In unserer Kolumne Tech Across America beschäftigt sich unser Autor etwa mit der Wahl der Kamera. Dann stellen wir den Codec Blackmagic RAW vor, den das Unternehmen auf der IBC als Public-Beta-Version präsentierte. In einem weiteren Beitrag geht es um die Konvertierung von Inhalten, die mit HDR und WGC gemastert wurden: Es werden einige der möglichen Probleme aufgezeigt und mögliche Lösungswege vorgeschlagen. Ein weiterer Artikel gewährt einen Einblick in die Arbeit eines Coloristen.

Weitere Themen im Heft drehen sich unter anderem um interaktive Videos, g enauer gesagt um das europäische Forschungsprojekt SAVIDO. Und im Interview erzählt Vincent Grivet, Vorsitzender der HbbTV Association, über seine Aufgabe, den Status von HbbTV und gibt einen Ausblick auf die anstehende Konferenz in Berlin. Abgerundet wird diese Ausgabe durch Berichte von aktuellen Veranstaltungen, darunter dem CineCongress im Rahmen der Cinec 2018.

Herzlichst Ihre


Newsletter
Ja, ich möchte den Newsletter von FKT abonnieren