02.11.2018 | Ausgabe 11/2018

Digility 2018: Immersive Technologien für Anwender und Entwickler

Quelle: Koelnmesse GmbH, Oliver Wachenfeld

Am 26. und 27. September startete die Fachkonferenz und -messe für Digital Reality in ihre dritte Ausgabe. Auf drei Bühnen konnten Besucher sich über Neuheiten im Bereich der immersiven Technologien informieren. Zusätzlich zu Vortragsprogramm und Messe gab es diesmal auch eine Entwicklerkonferenz.

Breiter aufgestellt hatte sich die Digility 2018. Rund 1.400 Teilnehmer waren nach Angaben der Organisatoren in diesem Jahr nach Köln gekommen, um sich über  aktuelle Technologien aus dem Bereich VR, AR, Mixed Reality und 360° Video sowie neuen Themen wie Künstliche Intelligenz, Machine Learning und Robotics zu informieren.Internationale Experten teilten Einblicke in ihre  Forschungsergebnisse und Best-Practice-Beispiele sowie Ideen für innovative Geschäftsmodelle. Ein Fokusthema in diesem Jahr lag auf dem Einsatz immersiver Technologien im Training von Mitarbeitern – ein wachsender Markt, der Einsparungspotentiale für Unternehmen bringen soll.

Um individuelle Lösungen zur Verfügung zu stellen oder  Support zu leisten, ist ein Austausch mit den Entwicklern  unabdingbar, weshalb ihnen die Veranstalter in diesem Jahr erstmals ein eigenes Bühnenprogramm boten. Zudem waren VR/AR-Applikationen für die Rehabilitation sowie die Gesundheitsprävention zu sehen und wurden durch Demos und Prototypen der Anwendungen und Produkte greifbar. 

„Wir bewegen uns mit der Digility weiterhin in einem jungen Marktumfeld mit großem Potential. Damit kommt uns die komplexe Rolle zu, sowohl den State of the Art höchst unterschiedlicher Technologien zu vermitteln undgleichzeitig aktuelle Anwendungsbeispiele zu diskutieren“, erläutert Katharina C. Hamma, Geschäftsführerin der Koelnmesse GmbH. Dabei wolle man sowohl neue Perspektiven für Industrie und mittelständische Unternehmen eröffnen, die sich zum ersten Mal mit der Thematik befassenund gleichzeitig denen eine Heimat geben, die bereits tief in die Materie eingestiegen sind.

Unter dem Motto “Collaboratively Hack xR Challenges” erarbeiteten drei Teams innerhalb von 32 Stunden beim Digility Hackathon, wie xR-Technologien zukünftig kollaboratives  Arbeiten in Unternehmen unterstützen können. Den ersten Preis gewann das Team TriTrie Games & Friends mit der Idee, das Sprachsteuerungssystem „Cortana“ von Microsoft zu nutzen, um per Sprachbefehl in einer VR-Applikationein Auto zu konfigurieren. „Auf dem Digility Hackathon sind auch 2018 wieder sprichwörtlich ‚über Nacht‘ kreative Ergebnisse entstanden, anhand von denen wir einen Blick in die Zukunft von xR werfen können. Es ist erstaunlich, was die Teilnehmer in so kurzer Zeit geleistet haben. Wir nehmen viele Inspirationen für unsere täglicheArbeit mit“, freute sich Jens Angerer aus dem Audi Production Lab der AUDI AG, die Hauptsponsor des Hackathons ist. Der xR-Spezialist diskutierte anschließend an seinen Vortrag mit dem Publikum den aktuellen Stand von xR in Deutschland und schlug vor, sich künftig enger zu vernetzen, um international den Anschluss zu behalten.

Das Debüt der zweitägigen Konferenz für Entwickler gab Raum und Zeit, sich auszutauschen und tief in die Themen einzusteigen. Präsentiert wurden Themen wie “The challenge  to design powerful VR applications”, “Solutions for large CAD data automatic preparation & optimization”, “Spatial Sound – Immersive3D Audio Developing“, “xR applications with Unity technology” und “Applying AI to AR/VR”. Die Entwickler bilden den Dreh- und Angelpunkt aller auf der Digility vorgestellten Technologien. Der Einsatz künstlicherIntelligenz war Teil vieler Vorträge auf allen Bühnen und in verschiedenen Kontexten: Ethisch-moralische Aspekte wurden dabei ebenso diskutiert, wie konkrete Anwendungsfälle im Alltag und in der Industrie. Dieser Bereich soll nachAngaben der Veranstalter zukünftig eine noch größere Rolleauf der Digility spielen.

Die nächste Digility findet am 8. und 9. Mai 2019 statt.


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