05.12.2018 | Ausgabe 12/2018

Professionelle Lichtnetzwerke im Zeitalter von IP

Al-Araby Studio 1, London / Quelle: Arri

LED-Technologie wird immer häufiger für professionelle lichttechnische Lösungen im Studio und bei Außendrehs eingesetzt. Als „Multi-Channel-Devices“ verändert ihr Einsatz die Anforderungen an die  Netzwerke zur Kontrolle und Steuerung signifikant, ebenso wie die Entwicklung hin zu IP-basierten Workflows. Im Folgenden wird vorgestellt, wie diese Anforderungen erfüllt werden können und welche Vorteile und Herausforderungen sich daraus ergeben.

LED-Leuchten als Multi-Channel-Devices
LED-Leuchten sind keine Glühleuchten mit nur neuen Leuchtmitteln. Mit LED-Leuchten können eine Vielzahl an Funktionen umgesetzt werden, die neue Möglichkeiten in der Anwendung und Qualitätssteigerungen im Broadcast  Bereich ermöglichen, wie z.B. Farbtemperatur- und Grün/ Magenta-Anpassung, um das Weißlicht an Monitore oder Projektionen (5600K) anzugleichen zu können, RGBW-Farben für Dekoration oder Farbgestaltung, Lüftersteuerungen etc. Zur Steuerung dieser Funktionen werden leicht acht bis zwölf DMX-Kanäle pro Leuchte benötigt. Somit bedingen LED-Scheinwerfer als Multi-Channel-Devices auch neue Anforderungen an die Lichtnetzwerke und die Lichtsteuerung. So kommen heute die wenigsten Studios mit zwei oder weniger DMX-Universen, 512 Kanäle je Universum, für die  Steuerung der Leuchten aus. Die meisten Studios benötigen mindestens vier DMX-Universen, wovon mindestens zwei parallel an der Decke zur Verfügung stehen. Wenn LED-Module in der Dekoration dazukommen, werden schnell mehr Steuerkanäle benötigt. Effekt-Leuchten wie Moving Lights sind hierbei noch nicht berücksichtigt.

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