06.03.2018 | Ausgabe 3/2018

Eine neue Audiowelt für TV dank MPEG-H Audio

Mit MPEG-H kann der Zuschauer den Fernsehton individuell einstellen. / Quelle: Fraunhofer IIS

Man kennt die Situationen: Im Krimi vernimmt der Kommissar einen Verdächtigen bei spannungsgeladener Hintergrundmusik. Leider wird das Gespräch durch die Musik aber schwer verständlich. Oder bei Sportübertragungen übertönt der Kommentator oftmals die Stadionatmosphäre, die so mancher aber lieber hören würde. Mit diesen und ähnlichen Wünschen müssen sich Rundfunkanstalten immer wieder beschäftigen. Was fehlt ist eine Möglichkeit für den Zuschauer, den Ton individuell einzustellen. Das MPEG-H TV Audio System, das maßgeblich vom Fraunhofer IIS in Erlangen entwickelt wurde, soll hier Abhilfe schauen. Es bietet – neben einhüllendem 3D-Klang – auch neue Formen der Interaktivität für den Zuschauer. Das Format wurde bereits in die ATSC 3.0- und DVB-Standards aufgenommen und ist seit Mai 2017 in Südkorea im regulären Sendebetrieb des weltweit ersten terrestrischen UHDTV-Services. Doch MPEG-H Audio ist nicht nur ein neuer Audiocodec, es ist vielmehr ein komplettes System vom Mikrofon bis zum Lautsprecher und eröffnet neue Gestaltungsmöglichkeiten für Kreative sowie eine neue Klangwelt für die Zuschauer.

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