08.05.2018 | Ausgabe 5/2018

Editorial

Angela Bünger, Chefredakteurin FKT

Angela Bünger, Chefredakteurin FKT

 

Liebe Leser,

auf der gerade zu Ende gegangenen NAB in Las Vegas hat sich wieder einmalgezeigt, wie rasant die technische Entwicklung in der Medien- und Broadcastweltvoranschreitet. Die Konsumenten dürften sich in jedem Fall freuen, denn die kreativen Möglichkeiten, Inhalte crossmedial für alle Plattformen und Geräte zu erstellen und zu verteilen, werden immer ausgefeilter. Einige Eindrücke finden Sie im Magazin in den Produktneuheiten sowie im Rahmen der Nachberichterstattung.

Damit das Zusammenspiel auch technisch vielseitig umsetzbar ist, sind einheitliche Standards wesentlich und daher bedeutet der aktuelle Disruptionsprozess in den Medien auch für die Standardisierungsorganisationen eine neue Ausrichtung. Im März ging es im Rahmen der DVB World Konferenz in Warschau auch darum, wie sich die vor 25 Jahren gegründete Organisation aufstellt, um die Branche auch künftig bestmöglich zu unterstützen.

Ein großes Thema im Rahmen der NAB war die Diskussion rund um den jetzt veröffentlichten Codec AV1, der als lizenzfrei verfügbarer Konkurrent zu HEVC ins Rennen geht und ebenfalls die Verarbeitung qualitativ hochwertiger Bilder in hohen Auflösungen ermöglichen soll. Im Heft finden Sie einen Kurzkommentar,der einige Grundlagen über den Codec und die dahinterstehenden Branchenteilnehmer bietet.

Doch nicht nur Streaming in hohen Auflösungen ist nach wie vor ein Thema, auch High Dynamic Range bleibt ein Dauerbrenner. Im Heft starten wir dazu in unserer Rubrik Forschung und Entwicklung eine kleine Beitragsreihe, die neueste Ergebnisse rund um das Thema präsentiert. Zudem wird in einem weiteren Artikel ein Standard vorgestellt, der eine Verifi kation von interaktivenAnwendungen ermöglicht und damit „smarte“ TV-Geräte vor Angriffen über das bislang ungeschützte DVB-Signal schützen soll.

Digitalisierung und neue Medien schön und gut – aber es geht auch anders: So feiert der 35-mm-Film derzeit ein Comeback. Immer mehr Filmemacher nutzenden speziellen Look des Mediums für ihre kreativen Ideen. Zwei Beiträge zeigen,wie dies in der Praxis umgesetzt wird.

Neues kommt, Bewährtes bleibt – so könnte man es zusammenfassen. Das gilt auch für die FKTG-Fachtagung, die mit großen Schritten näher rückt. Vom 4.bis 6. Juni werden in Nürnberg dann die Kernthemen der Branche unter unterschiedlichen Gesichtspunkten aufgegriffen. Einen Blick ins Programm können Sie auf den FKTG-Seiten im Heft werfen.

Die FKT wird in Nürnberg natürlich vor Ort sein und ich freue mich auf interessante Gespräche und neue Eindrücke.

Herzlichst Ihre


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