05.06.2018 | Ausgabe 6/2018

AV over IP – der neue Übertragungsstandard?

Quelle: istockphoto.com © hokus-focus

Im häuslichen Umfeld ist es mittlerweile normal, wenn die Lieblingsserie als digitaler Videostream auf dem Fernseher läuft. Es ist auch nichts Neues, das Smartphone mit dem TV zu koppeln, um dorthin Bilder oder Videoclips direkt übertragen zu können. Auch Videospiele lassen sich mit extrem günstigen kleinen Blackboxen ganz simpel ins Wohnzimmer streamen. Und das geht sogar über das Internet! Warum ist dieses AV over IP, die Übertragung von Audio und Video über das Internetprotokoll, also das IT-Netzwerk, nun eigentlich so interessant?

In der Welt der professionellen Audio/Video-Übertragung gelten andere Anforderungen als im privaten Bereich. Dem Zuschauer zu Hause ist in der Regel egal, ob der Spielfilm mit einem zeitlichen Versatz von einigen Sekunden zur eigentlichen Signalausstrahlung des Senders auf dem TV wiedergegeben wird. Die Ansprüche an eine kompressionsfreie Übertragung mit einem perfekten Bild und Ton kennt der Anwender zu Hause ebenfalls nicht. Fällt einmal das TV-Signal wegen einer Störung aus, so ist das sicherlich ärgerlich, allerdings verschmerzbarer als ein Signalausfall bei einem Kongress eines großen Konzerns. In der Pro-AV-Welt gelten generell schärfere Regeln und höhere Ansprüche an die Technik. Streaming war lange Zeit als unsicher und qualitativ minderwertig verschrien. Durch neuere Technik, intelligente Übertragungsprotokolle und die Verfügbarkeit von höheren Bandbreiten steht nun AV over IP nichts mehr im Wege.

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