05.06.2018 | Ausgabe 6/2018

Zuschauerpräferenzmodell für die HDR-SDR-Downkonvertierung

Ausgewählte Testsequenzen. Bild: Die Autoren

Um dem Zuschauer bei der HDR-SDR-Downkonvertierung die beste Bildqualität zu bieten, müssen die Parameter des Kontrastkompressionsverfahrens bei möglichst allen Aufnahmesituationen optimal angepasst werden. Die meisten bekannten Verfahren zur Kontrastkompression gehen von Tonemapping-Operatoren (TMOs) aus, die auf der Modellierung des menschlichen visuellen Systems (HVS) basieren. Diese Zielsetzung unterscheidet sich aber grundlegend von der Gestaltung eines möglichst ansprechenden Bildes basierend auf ästhetischen Gesichtspunkten und dem „artistic intent“. Auch können TMOs bei einigen Szenen zu unnatürlichen Bildern führen.

Um den natürlichen Eindruck auch bei einer automatischen Bearbeitung zu erhalten ist es notwendig, zuvor die Zuschauerpräferenzen zu erfassen und darauf basierend ein Referenzmodell zu entwickeln,das es ermöglicht, die optimalen Parameter zu bestimmen. Im Artikel werden die Ergebnisse eines Probandentests vorgestellt und diskutiert. Es wird gezeigt, dass der wichtigste Aspekt von HDR eine verbesserte Reproduktion des Szenenkontrastumfangs und nicht die gesteigerte Helligkeit ist. Durch eine optimal gewählte Gradation in Kombination mit einem gewichteten lokalen Tonemapping kann es gelingen, diesen für den Zuschauer optimalen Szenenkontrast auch auf einem SDR-Display zu zeigen.

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