06.07.2018 | Ausgabe 7/2018

Editorial

Bild: Angela Bünger

Bild: Angela Bünger

Liebe Leser,

ein Supercomputer, der außer Kontrolle gerät und droht, einen Atomkrieg zwischen den Weltmächten anzuzetteln, ein Wissenschaftler, dessen Experiment eines emphatischen Roboters misslingt und eine Versklavung des Menschen durch Maschinen einläutet, oder eine ständige Überwachung der Bürger eines totalitären Staates durch eine Armee intelligenter Systeme - solche oder ähnliche Szenarien finden sich in einer Vielzahl von Science-Fiction-Filmen oder entsprechender Literatur, und sie lassen oftmals kein gutes Haar am Thema Künstliche Intelligenz.

Doch was ist dran an solchen Dystopien? Muss die Menschheit mit der immer weiteren Entwicklung auf intelligenten Algorithmen basierender Lösungen wirklich fürchten, irgendwann nicht nur durch Maschinen ersetzt, sondern auch von ihnen beherrscht zu werden? Diese Befürchtungen teilen die meisten Arbeitnehmer zumindest nicht, wenn es nach dem Automatica Trend Index 1 geht. Im Rahmen der anlässlich der Leitmesse zum Thema Robotik und Automation, Automatica, in Auftrag gegebenen Umfrage hat ein Marktforschungsinstitut 1.000 Arbeitnehmer in ganz Deutschland befragt. Davon sind 62 Prozent der Ansicht, dass KI Maschinen künftig zu besseren Assistenten macht. 70 Prozent gaben an, dadurch könnten Aufgaben leichter an Maschinen übergeben werden und 78 Prozent meinten, dass die sozialen Fähigkeiten des Menschen von Maschinen nicht ersetzt werden könnten. Die Maschine als Assistent des Menschen, das bekräftigen auch die Fachleute. So wurde in einer Information zur Messe unter anderem Dr. Wieland Holfelder von Google zitiert, der erläuterte, im Prinzip sei an der künstlichen Intelligenz nichts Künstliches. Sie sei von Menschen für Menschen gemacht, man müsse nur schauen, dass sie menschlich bleibe.

Ein schönes Schlusswort, dass sicherlich nicht nur für die KI, sondern alle Arbeitsbereiche des Menschen gilt.

Herzlichst Ihre


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