31.08.2018 | Ausgabe 8-9/2018

HDR unter Berücksichtigung der menschlichen Kontrastwahrnehmung I

Helligkeitsvergleich der Bildmitte und den Ecken des Testdisplays. Quelle: Pascal Kutschbach, Mark Benyamin

Helligkeitsvergleich der Bildmitte und den Ecken des Testdisplays. Quelle: Pascal Kutschbach, Mark Benyamin

In den letzten Jahren konnten im Bereich HDR große Fortschritte erzielt und viele technische Hürden überwunden werden.

Allerdings macht die Wiedergabe eines hohen Kontrastumfangs auf einem Bildschirm nur dann Sinn, solange das Auge überhaupt in der Lage ist diesen wahrzunehmen. Aufgrund von kritischen Bildinhalten sowie ungünstigen Wiedergabe- und Umgebungsbedingungen kommt es zu Situationen, die zu starken Einschränkungen der menschlichen Kontrastwahrnehmung auf einem Bildschirm führen können.

Daher wurde an der Hochschule Rhein Main, im Rahmen von zwei Bachelor-Arbeiten, ein speziell entwickelter Probandentest zur Ermittlung des simultan wahrnehmbaren Kontrastumfangs auf TV-Bildschirmen durchgeführt. Besonders die Sichtfeldgröße und daraus abgeleitet der Abstand zwischen hellen Spitzlichtern und dunklen Schatten partien, spielte dabei eine übergeordnete Rolle.

Aber auch andere Einflussparameter, wie Größe und Leuchtdichte eines Highlights sowie die Umgebungshelligkeit haben Einfluss auf die Kontrast wahrnehmung.

Die Untersuchung ergab, dass der wahrgenommene Simultankontrast aufgrund der Einflussparameter deutlich kleiner ausfallen kann als in der Literatur bisher bekannt.

Noch stärker leidet die Kontrastwahrnehmung bei sogenannten „Handheld-Devices “wie Smartphones oder Tablets, die ebenfalls in der Untersuchung berücksichtigt werden.

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