11.10.2019 | Ausgabe 10/2019

Workflows optimieren

Helmut 4 im Überblick

Bild: MoovIT

Bild: MoovIT

Auf der IBC 2019 stellte MoovIT die vierte Version der Helmut-Produktreihe vor. Damit sollen Nutzer von Adobe Premiere Pro ihre Automatisierungs-, Ordnungs- und Verwaltungsprozesse vereinfachen und beschleunigen. Der nachstehende Artikel beschreibt einige der wesentlichen Neuerungen.

Bereits seit einigen Jahren sind die Tools HelmutFX und HelmutIO im Bereich der professionellen Videoproduktion und -postproduktion im Zusammenspiel mit Adobe Premiere Pro, Adobe After Effects und Adobe Audition im Einsatz. Zur IBC 2019 stellte MoovIT nun die Weiterentwicklung der Helmut-Produktreihe vor: Die vierte Version mit Docker-Unterstützung wurde komplett überarbeitet und besteht nun aus Projektmanagement (HelmutFX), Renderfarm (HelmutIO), Datenbank zur Synchronisierung von Projekten (HelmutCO, „Cosmo“), und Projektdatenbank (HelmutHK, „Housekeeper“). 

Workflow-Baukasten
Ziel war es nach Angaben der Entwickler, ein Standardprodukt mit einem Kern aus Basiskomponenten bereitzustellen, das sich dem Workflow des Kunden optimal anpasst. Der Funktionsumfang des Systems ist daher bei jedem Kunden anders. Mit den nun vorgestellten vier Komponenten soll ein nach außen offenes, aber in sich geschlossenes und homogenes Ökosystem entstehen, das die verschiedenen Workflow-Schritte für Adobe Premiere Pro strafft und es den Kunden ermöglicht, sich ihre Workflows individuell selbst zusammenzustellen. Administratoren sollen so ein flexibles Toolset an die Hand bekommen, das per Baukastenprinzip funktioniert. Der Funktionsumfang des „Workflow 4.0“ wird also nach dem eigentlichen Workflow festgelegt. Mit der für alle vier Komponenten neu entwickelten „Streams Engine“ mit Node-basierter Ansicht lässt sich ein individueller Workflow visuell konfigurieren und Conditions, Actions und Outputs mit vorhandenen Events verknüpfen. Auch verschachtelte Workflows sollen so, mittels frei konfigurierbarer Variablen, erstellt werden können.

Die mit der neuen Version 4 eingeführte Microservice-Architektur umfasst ca. 17 einzelne Microservices. Erweiterungen sollen so einfacher möglich sein als bei den Versionen zuvor. Zudem soll durch den Core Streams Engine eine flexible Reaktion und schnelle Updates ohne Ausfallzeiten garantiert werden.

Die einzelnen Nodes kann der Kunde aus einem fertigen Katalog auswählen oder selbst schreiben. Die einzelnen Nodes sind komplett voneinander abgetrennt, sodass, sollte bei einem neu erstellten Node einmal etwas schiefgehen, alle anderen Funktionen erhalten bleiben.

Bild: MoovIT

Synchronisierung und Projektdatenbank
Neben dem Projektmanagement-Tool HelmutFX und der Renderfarm HelmutIO sorgen die zwei neuen Komponenten für eine synchrone Projektdatenbank und sollen die Verwaltung komplexer Medienprojekte noch weiter vereinfachen.

Mit „Cosmo“ werden Projekte inklusive Ordnerstrukturen, Metadaten, Assets und Sequenzen indexiert und in einer Datenbank sowie visualisiert im Frontend zur Verfügung gestellt. Premiere-Pro-Projekte und Drittsysteme lassen sich so vollständig synchronisieren, ohne dass Premiere Pro geöffnet werden muss. Die von „Cosmo“ synchronisierten Daten werden von der Housekeeper-Anwendung zum manuellen und automatisierten bzw. zeitlich gesteuerten Löschen, Archivieren und Verwalten von Projekten und projektbezogenen Assets genutzt. Diese Aufgaben können von der Anwendung auch auf die Rendernodes von HelmutIO verteilt werden, wenn beide Produkte im Zusammenspiel genutzt werden.

Einzeln oder im Verbund
Durch seine intuitive Bedienoberfläche kann Helmut 4 ohne vorherige Schulung eingesetzt werden. Der Systembetrieb ist „on premise“, in der Cloud oder hybrid möglich.

Alle vier Anwendungen von „Helmut“ können gemeinsam eingesetzt werden und decken alle in der Postproduktion mit Adobe Premiere Pro anfallenden Aufgaben ab. Sie sind jedoch auch einzeln einsetzbar und können im Rahmen des Lizenzmodells des Anbieters schrittweise nach Bedarf aktiviert werden. Das System lässt sich zudem in verschiedene Archiv-, PAM, MAM- und Distributionsinfrastrukturen integrieren, darunter zum Beispiel Flow und QScan (Editshare), Medialoopster (Nachtblau) und Media Xchange (Dimetis). Zudem ist es auch für Remote VPN Editing oder Cloud-basiertes Arbeiten ausgelegt.

www.helmut.tools


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