02.11.2019 | Ausgabe 11/2019

HDR – Farbraumtransformationen – Transformationsalgorithmus

Quell- und Zielgamut in zwei- und dreidimensionaler Darstellung. Quellgamut: PQ-Rec.2020 (rote Umrandung); Zielgamut: Gamma-Rec.709 (grüne Umrandung) / Quelle: Pascal Kutschbach

Bei der Produktion von HDR-Bewegtbildern wird zum aktuellen Zeitpunkt schon bei der Kameraaufnahme Gebrauch von sehr großen Farbräumen gemacht. Diese Farbräume sind meistens herstellerspezifisch und werden oft bereits in der Kamera künstlich verkleinert und in ein übergeordnetes, normiertes Farbsystem umgewandelt. Somit werden noch zu selten die herausragenden Eigenschaften der Farbaufnahme der Kamerasensoren genutzt. Nicht jede Verarbeitungskette kann große Farbumfänge verarbeiten und am Ende so ausgeben, wie sie aufgenommen wurden. Insbesondere wird in naher Zukunft nicht jedes Wiedergabegerät High Dynamic Range (HDR) – und Wide Color Gamut (WCG) – fähig sein. Damit rechtfertigt sich die aktuelle Entwicklung von Produkten, die HDR-Bildmaterial so konvertieren, dass es auch auf SDR-Wiedergabegeräten gut aussieht und den vom Bildingenieur festgelegten Look behält. Sobald von HDR zu SDR-Konvertierungen die Rede ist, sollte ein Augenmerk auf eine korrekte Farbraumtransformation gelegt werden. Häufig findet nur eine Helligkeitskompensation statt, denn der Helligkeitsunterschied zwischen HDR und SDR ist am meisten sichtbar. Seltener jedoch findet eine akkurate Farbraumtransformation statt. Dieser Gesichtspunkt in der Verarbeitungskette von Bewegtbildern soll in dieser Artikelserie beleuchtet werden. Grundlagen zu Farbräumen und deren Transformation ineinander wurden im ersten Teil (FKT-Ausgabe 10/2019) aufgezeigt, Problemstellungen wurden dargestellt und mögliche Lösungswege werden im vorliegenden Artikel demonstriert.

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