13.06.2019 | Ausgabe 6/2019

Signalvergleich mit KI

Bild: Stryme

Bild: Stryme

Der ORF setzt für ein verbessertes Programm-Monitoring auf eine KI-basierte Software- Lösung, mit deren Hilfe Signalvergleiche ermöglicht werden. Die von Stryme vorgelegte Lösung ermöglicht eine voll integrierte Automatisierung.

Stryme entwickelte für den ORF eine KI-basierte Softwarelösung zur verbesserten Programmüberwachung durch Signalvergleiche.
Mit dem Brodstar Analyzer von Stryme als von Dolby lizensierter Hersteller hat der österreichische Videoserverhersteller den Sprung in Richtung künstliche Broadcast-Intelligenz vollzogen. Entwickelt für den Österreichischen Rundfunk (ORF) und zusammen mit Dolby Professional Decoder vorgestellt, erhielt er die renommierte Dolby-Zulassung. Als der ORF die Qualität seiner Programmüberwachung durch Signalvergleiche steigern wollte, konnte man dem Sender sowohl die geforderte Qualität für Signalvergleiche als auch eine voll integrierte Automatisierungslösung anbieten.

Herausforderung und Lösung
Der Brodstar Analyzer überwacht nach Angaben der Entwickler nicht nur den Verlust von Ton und Bild, sondern vergleicht automatisch die Qualitätsstufen verschiedener Übertragungssignale und löst bei Abweichungen einen Alarm aus. Dieser 24/7-Video- und Audiovergleich von Signalen war dem Anbieter zufolge auch die größte Herausforderung, die es für die Entwickler zu meistern galt Die Lösung wurde als vollautomatische 24/7 Echtzeit-Qualitäts- Monitoring-Software entwickelt. Dazu wurde ein spezieller Algorithmus entwickelt, um  digitale Verzögerungen, Zeitverzögerungen, Signalverluste sowie abweichende Qualitätsstufen zu  berprüfen, zu vergleichen und anzupassen. So erkennt das System – wie jedes andere Überwachungssystem – nicht nur Klangverluste, sondern auch eine andere Art oder Qualität von Klang durch Vergleiche rund um die Uhr. Dies garantiert ein nahtloses, unterbrechungsfreies Zuschauerlebnis und steigert die Kundenzufriedenheit bei gleichzeitig erhöhter Sendequalität. Clemens Czepe, Technischer Leiter bei Stryme erläutert: „Stellen Sie sich vor, Ihre Zuschauer säßen in den letzten Live-Minuten der UEFA Champions League, des Wimbledon-Finals oder der Eishockey-Weltmeisterschaft gespannt vor dem Fernseher – das ist nicht der richtige Zeitpunkt für einen Signalverlust oder Qualitätseinbußen“.

Mission erfüllt 
Ulrich Schönfisch, Projektleiter beim ORF schließt: „In unserem sich schnell verändernden und hart umkämpften Umfeld zwischen öffentlich-rechtlichem Rundfunk, privaten Kanälen und Online-Streaming-Diensten ist die technische Leistungsfähigkeit des ORF auf der Grundlage optimierter, ausfallsicherer Abläufe der Schlüssel zum Erfolg der hochwertigen Programme, die wir unseren Zuschauern anbieten.“

In Verbindung mit der Genesix-Plattform erhöhe der Brodstar Analyzer die Übertragungsqualität, Verfügbarkeit und Ausfallsicherheit, so Stryme. Für Sender bedeute dies einen reibungslosen Betrieb und ein Höchstmaß an Sicherheit sowie Zeit- und Kostenersparnis.


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