03.04.2020 | Ausgabe 04/2020

Remote-Arbeit in Produktion und Postproduktion

Nahtlose Integration: Mit dem Full HD-Proxyformat arbeiten Editoren in ihrer gewohnten Adobe Premiere-Umgebung – mit Bandbreiten von 6–12 MB/s. / Quelle: Arvato Sytems

In der crossmedialen Arbeitswelt von heute nimmt der Anteil an Remote-Arbeit stetig zu. Im Bereich der Produktion und Postproduktion steigt zudem gleichzeitig das Arbeitsvolumen, was Altsysteme zu überfordern droht. Im Artikel erläutern wir, welche Vorteile ein modernes Production Asset Management (PAM)-System für Remote-Produktions-Workflows in Adobe Premiere Pro-Umgebungen bietet.

Today‘s cross-media work environments sees remote work constantly on the rise. At the same time, the volume of work in production and post-production is also increasing, and legacy systems tend to lack performance. In this article we explain the opportunities a modern Production Asset Management (PAM) system can offer when it comes to remote production workflows in Adobe Premiere Pro environments.

Video-Content ist das Thema der Stunde: Ob klassischer Broadcast, Social Media Content, Werbung oder Streaming-Dienst, alle setzen auf Bewegtbild. Für Produktion und Postproduktion bedeutet diese steigende Nachfrage vor allem eines: die Komplexität ihrer Arbeit steigt überproportional an, sei es bei der Bearbeitung für diverse Ausspielformate als auch bei der Verwaltung von Inhalten und Metadaten. Gleichzeitig stehen die Produktionshäuser unter einem steigenden Kostendruck, was zu dem Wunsch nach mehr Flexibilität und einem verstärkten Einsatz von Remote-Arbeit geführt hat. Die bisher eingesetzten Altsysteme sind häufig mit den Anforderungen an diese veränderten Arbeitsbedingungen überfordert. Die Folge: Ineffizientes Arbeiten, unnötige Mehrkosten und Kreative, die mehr mit Verwaltungsprozessen als mit ihrer eigentlichen Arbeit beschäftigt sind.
Durch den Einsatz eines Production Asset Management (PAM)-Systems wie VMPS EditMate für Adobe Premiere Pro lassen sich Produktionsprozesse in der gesamten Pipeline vereinfachen und Flexibilität sowie Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg erreichen. Wie das geht? Im Folgenden fassen wir die Möglichkeiten kurz zusammen:

Integration, Konsolidierung und sichere Zusammenarbeit

Adobe Premiere wird inzwischen in vielen Produktionsumgebungen eingesetzt, mit steigender Tendenz. Von Vorteil ist es daher, auf eine PAM-Lösung wie EditMate zu setzen, die sich nahtlos in das System integrieren lässt und Anwendern eine gewohnte Arbeitsumgebung bietet. Denn viele Workflows sind ihnen so schon vertraut, sodass sie direkt mit ihrer Arbeit beginnen können. Auch der Wechsel zwischen verschiedenen Softwarepaketen fällt weg, was dem Zeitfaktor des Bearbeitungs-Workflows zugutekommt.
Alle verfügbaren Projekte und Medien stehen dem Nutzer und dem gesamten Team in einer einzigen, durchsuchbaren Bibliothek zur Verfügung. Komplexe Ordnerstrukturen entfallen so vollständig. Damit ist das Tool speziell auf kollaborative, ortsunabhängige Workflows ausgelegt. Die Teammitglieder eines Projekts können von jedem Ort aus auf ihre gewohnte Adobe Premiere Pro CC-Arbeitsumgebung zugreifen und ihnen stehen die gleichen Werkzeuge zur Verfügung wie den Kollegen vor Ort. Der Projekt- oder Teamleiter hat dabei stets die vollständige Kontrolle darüber, wer aus dem Team auf welche Projekte zugreifen und welche Änderungen er vornehmen kann, sodass maximale Sicherheit mit geringem Verwaltungsaufwand möglich wird.

Remote Editing in Full HD –on premise, hybrid oder in der Cloud

Einer der wesentlichen Faktoren eines PAM-Systems ist die Umsetzung von Remote-Editing-Workflows. Um eine möglichst hohe Flexibilität und Zukunftsfähigkeit zu gewährleisten, sollte die Lösung on premise, in einer hybriden und vollständig cloudbasierten Arbeitsumgebung uneingeschränkt einsetzbar sein.
Wie eine Kombination aus Streaming-Server, SMPTE RRD25-basierten HD-Proxys und hybrider Cloud-Architektur Journalisten und Editoren bei ihrer täglichen (Remote-)Arbeit unterstützen kann, wurde bereits in einem Beitrag in der FKT 8/9-2018 (S. 30ff) beschrieben. Die Arbeit mit Proxys verringert Latenzen, die zum Beispiel beim Laden von hochauflösenden Files oder zu schwacher Internet-Verbindung auftreten. Damit ist sie nach aktuellem Stand die beste Möglichkeit, Remote-Workflows in der Bewegtbildproduktion effizient einzusetzen.
Die Streaming-Engine von VPMS EditMate kann aktuell Proxy-Dateien bis zu einer Full-HD-Auflösung an jeden beliebigen Ort liefern, wobei eine Bandbreite zwischen 6 und 12 MB/s gefordert ist. Sie ist vollständig Cloud-fähig und ermöglicht eine schnelle und unkomplizierte Migration auf eine cloudbasierte Infrastruktur direkt aus Adobe Premiere Pro.

Remote-Produktion mit flexibler Infrastruktur

Remote-Arbeit soll das Arbeiten in Sendern und Produktionshäusern vereinfachen. Daher ist es naheliegend, ein PAM-System zu wählen, dass sich möglichst flexibel in die bereits vorhandene Infrastruktur integrieren lässt: Betriebssystem, Speicher- und Workflow-Komponenten müssen so nicht neu gedacht, sondern können direkt in den Prozess eingebunden werden. So steht den Vorteilen einer leistungsfähigen und skalierbaren Remote-Arbeitsumgebung nichts mehr im Wege.


 

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