07.10.2021 | Ausgabe 10/2021

Editorial

Chefredakteur: Martin Braun //
Bild: Silvia von Eigen

Chefredakteur: Martin Braun // Bild: Silvia von Eigen

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

mit einem ambitionierten Produktions-Setup ging in diesem Sommer die Fußball-Europameisterschaft über die Bühne. Quer über den Kontinent war die Übertragung aus elf Gastgeberländern zu meistern. Während im International Broadcast Centre (IBC) in Amsterdam alle Fäden zusammenliefen, klinkten sich die Editoren per Fernzugriff aus London ein. Sie sollten im Arbeitsprozess gar nicht merken, dass der eigentliche Rechner sich nicht vor Ort, sondern im IBC in Amsterdam befindet. Gleichzeitig lieferten mehrere ENG-Teams pro Austragungsland Berichte über Fußball-Teams, Land und Leute zu. Wie dieses komplexe Zusammenspiel funktioniert hat, beleuchtet unser Hintergrund-Beitrag „Remote-Berichterstattung neu gedacht“.

Das EM-Beispiel zeigt sehr schön, welche neuen Möglichkeiten IP der Medienproduktion eröffnet. Mit der Abkehr von analogen Technologien gehen aber auch neue Herausforderungen für Live-Übertragungen einher, schreibt unser Autor Hartmut Opfermann. „Schon kleine Störungen beim Datentransfer über IP-Netzwerke gehen heute schnell aufs Image – und ins Geld“, meint der Experte. Warum deshalb Anwendungen für IP-Monitoring unabdingbar sind, erläutert er in einem Fachbeitrag.

Die Nutzung von IP-basierter Remote-Technologie kann zudem zu einer „grüneren“, ressourcenschonenden Produktion beitragen, allein mit Blick auf die reduzierten Reiseaktivitäten. Lisa Schirmer und Mathias Bauer von der TU Ilmenau haben in einer Studie untersucht, welche Auswirkungen eine nachhaltige TV- und Filmproduktion auf den Medienproduktionsprozess hat.

IP-Strukturen in der Medienproduktion stehen zudem im Fokus des Thüringer Mediensymposiums, das im November in Erfurt unter dem Titel „Netzwerke + KI für die Medienproduktion – Status und Ausblick“ in die nächste Runde geht. Wir hatten Gelegenheit, mit den Thüringer FKTG Regionalleitern Klaus Sandig und Hans-Peter Schade über das Programm zu sprechen.

Eine spannende Lektüre wünscht Ihnen

Martin Braun
Chefredakteur FKT


 

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