11.03.2021 | Ausgabe 3/2021

Jeder für sich, Remote für uns alle

Regie in Melbourne (IP), wo die Live- Übertragung aus Adelaide produziert wird. Quelle: Lawo

Vor etwas über einem Jahr mochten viele noch nicht so recht glauben, dass man von Melbourne aus einen Monitormix und die Vorverstärker einer Stagebox im über 4000 Kilometer entfernten Perth steuern und damit eine Live-Sendung fahren kann. Das Konzept klang zwar spektakulär, aber war das Ergebnis auch wirklich sendewürdig?

Normalität im Anzug
Dabei war das 2018 in Betrieb genommene NEP-Projekt in Australien schon bald nur noch eines von vielen. Was dort und anderswo im „mobilen Betrieb“ für Fußballspiele auf- und wieder abgebaut wurde, bildete kurze Zeit später bereits eine permanente Infrastruktur zwischen Bergen und Oslo, Brüssel und Antwerpen, Ü-Wagen und Sendezentrum usw.

„Remote“ im engeren Sinn sind letztere Projekte eigentlich nur noch auf dem Papier, weil von vornherein feststand, dass man bei TV2 in Bergen vor der Kamera stehen können muss, während das Ergebnis in Oslo produziert wird – oder umgekehrt. Oder dass die in Antwerpen aufgezeichneten VTM/DPG Media-Nachrichten live in einer Regie in Brüssel gemischt, geschnitten und zum Schaltraum übertragen werden.Selbstverständlich gilt dies sowohl für Audio- als auch Videosignale. Und das ist nicht zuletzt allgemeinen IP-Standards wie ST2110, AES67, RAVENNA und Ember+ zu verdanken.

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