07.04.2021 | Ausgabe 4/2021

Videoübertragung gestern, heute und in der Zukunft - Teil 1

HDTV als Mittel zur Erweiterung des „Window to the World“ // Quelle: Ulrich Reimers

1. Einführung in die Thematik
292 Minuten, nahezu 5 Stunden: Das war das Zeitbudget, das ein Mensch in Großbritannien im Jahr 2019 täglich für den Video-Konsum aufbrachte. Im April 2020, als die Pandemie das Land bereits erreicht hatte, war dieses Zeitbudget sogar auf 385 Minuten angewachsen [1]. Es ist sicherlich sinnvoll, die Zahlen des Jahres 2019 als Referenz für eine Betrachtung der Bedeutung der unterschiedlichen Nutzungswege zu verwenden, über die Video die Zuschauenden erreichte. Der überwiegende Anteil kam über die klassischen TV-Verbreitungswege oder aus dem Netz. Die DVD (Digital Versatile Disc) oder vergleichbare Datenträger trugen nur mit einem Prozent der Betrachtungsdauer bei, Spiele-Konsolen mit vier Prozent und „anderes Video“ mit fünf Prozent. In der Konsequenz wird sich dieser Beitrag auf die Übertragung visueller Medien über terrestrische Sendernetze, Kabelfernsehen, Satellit und „das Internet“ in allen seinen Facetten konzentrieren. Die Struktur des Beitrages stellt sich wie folgt dar: Abschnitt 2 widmet sich der Ära,  in der die Videoübertragung mit der Ausstrahlung von analogen PAL- (Phase-Alternating per Line) oder SECAM- (SÉquentiel Couleur À Mémoire) Signalen über terrestrische Rundfunknetze, im Fernsehkabel oder per Satellit gleichzusetzen war. Die Idee, PAL zu PALplus weiter zu entwickeln und die Entstehung von MAC-Systemen (Multiplexed Analogue Components) wird kurze Erwähnung finden. Er endet mit den ersten Ideen für „Digitales Fernsehen“. Abschnitt 3 konzentriert sich auf die DVB-Systeme und deren Neffen wie ATSC oder ISDB-T.  

Das Erscheinen von Video-Streaming über das Internet öffnete eine neue Welt der Video-Übertragung. Video Streaming bietet den Zuschauenden neue Nutzungsformen wie „Subscription Video on Demand (SVoD)“ oder „Broadcast Video on Demand (BVoD – typischerweise verbunden mit dem, was in Deutschland als Mediathek bezeichnet wird)“ sowie neue Angebote wie beispielsweise das von YouTube. Mit diesem Themenblock beschäftigt sich Abschnitt 4. Der umfangreiche Abschnitt 5 widmet sich dann der Videoübertragung zu SmartPhones und Tablet PCs über Mobilfunknetze und mit deren möglicher Erweiterung „5G Broadcast“. Der Beitrag endet mit dem Versuch, die Zukunft der Videoübertragung voherzusagen.

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