03.09.2021 | Ausgabe 8-9/2021

Editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Krisenzeiten können Kreativität fördern: Auch im Brüsseler Théâtre Royal de La Monnaie sorgte die Coronavirus-Pandemie dafür, dass der Betrieb nahezu zum Erliegen kam. „Deshalb verfolgten wir die verwegene Idee, nur die Solisten auf der Bühne singen zu lassen und das Orchester sowie den Chor getrennt auszulagern“, sagt Karl Ancia, IP-Leiter des renommierten Opernhauses. Wie dies gelang und warum die Flexibilität von IP dabei gerade recht kam, skizziert Marcus Renk ab Seite 12.

IP-Audiotechnologie spielt zudem eine wichtige Rolle bei der Modernisierung komplexer Netzwerke: Ein prominentes Beispiel hierfür ist das Radio Live Network der European Broadcasting Union (EBU), das für die europaweite Übertragung von Konzerten genutzt wird. Ziel der Erneuerung war es, die bisherige Contribution und Distribution über Satellit durch ein vollständig IP-basiertes System abzulösen, berichtet unsere Autorin Anke Schneider.

Digitale Audiolösungen leisten aber auch in anderen Bereichen wichtige Hilfestellung, wenn es etwa für Hörgeschädigte um den barrierefreien Zugang zu Kultur und Bildung geht. Audio-Streaming-Experte Jakub Kolacz beschreibt in einem Fachbeitrag, welche neuen Optionen sich für hörbeeinträchtigte Studierende eröffnen.

In unserer Juli-Ausgabe mit dem Schwerpunkt Künstliche Intelligenz hatten wir bereits über NRR – einem Standard zur Kompression neuronaler Netze – berichtet. Im neuen Heft vertiefen unsere Autoren Karsten Müller, Wojciech Samek und Detlev Marpe vom Fraunhofer HHI das Thema und beschreiben die hochentwickelten Codiermethoden, die bei NNR zur Anwendung kommen.

Eine spannende Lektüre wünscht Ihnen

Martin Braun,
Chefredakteur FKT


 

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