11.03.2022 | Ausgabe 3/2022

IP oder kein IP Fernsehsignale an FTTx-Anschlüssen

StockSnap / Pixabay

Bild- und Tondaten können über verschiedene Wege und mit verschiedenen Verfahren übertragen werden. Nach dem Ende des analogen Fernsehens gibt es generell zwei Technologiegruppen – die paketbasierte und die modulationsbasierte Übertragung. Auf diesen Unterschied bezieht sich der Titel dieses Artikels.

Digitale Bild- und Tondaten können direkt als digitales Signal, z. B. ITU-R BT.709-6 (HDTV) über standardisierte Schnittstellen übertragen werden. Abhängig von der Auflösung und Komprimierung kann ein Bild/ Tonsignal eine sehr große Bandbreite haben.

Ein MPEG-Encoder komprimiert Bild- und Tonsignale und wandelt sie in MPEG-Elementarströme. Transportstrompakete eines Programms werden erst miteinander verschachtelt. Die können in IP-Pakete verpackt oder im MPEG-Transportstrom integriert übertragen werden. Dieser Strom beinhaltet in der Regel mehrere Programme und wird von mehreren TV-Übertragungsstandards als Multiplexsignal verwendet.

Dieses Datensignal kann dann über Satellit, Kabel oder terrestrische Strecken übertragen werden. Jeder dieser Wege hat seine charakteristischen Merkmale, deswegen müssen auch die Art der Modulation und der Fehlerschutz angepasst werden. Man unterscheidet zwischen drei Standardgruppen: DVB-S, DVB-C und DVB-T.

Um die Mediumkapazität maximal auszunutzen, wurden über Jahrzehnte auf mehreren Trägerfrequenzen einzelne Bild- und Tonsignale moduliert. Mit der MPEG-Einführung kann man solche Trägerfrequenzen mit einem MPEG-Multiplexsignal modulieren und über einen Standardfernsehkanal mehrere Programme übertragen. 

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