14.06.2022 | Ausgabe 6/2022

Was blockiert niedrige Latenz?

Quelle: TEME

Wer kennt das nicht? Sie sehen sich ein großes Fußballfinale live auf Ihrem Hauptbildschirm an, wenn Ihre Nachbarn 40 Sekunden, bevor Sie es sehen, ein Tor bejubeln. Die unterschiedliche Laufzeit von Broadcast-Inhalten wird Latenz genannt, also die Zeit, die Videoinhalte benötigen, um von der Kamera oder ähnlichen Quellen auf den Bildschirm zu gelangen.

Die typische lineare Sendeverzögerung liegt zwischen fünf und zehn Sekunden, während die Bereitstellung von OTT-Videos für die unterschiedlichen Bildschirme in der Vergangenheit zwischen 30 Sekunden und über 60 Sekunden lag, je nach Anzeigegerät und verwendetem Video-Workflow. Die Herausforderung für die Branche besteht darin, diese Latenz in großem Umfang auf einen Bereich zu reduzieren, der näher an der linearen Broadcast-Latenz liegt, also im Fünf-Sekunden Bereich, was mit neuen Technologien annähernd möglich wird.

Wodurch entsteht die Verzögerung und wie können die Barrieren entfernt werden?
Die beiden am häufigsten verwendeten Formate für Multimedia-Streaming sind Dynamic Adaptive Streaming over HTTP (DASH) von MPEG und HTTP Live Streaming (HLS) von Apple. Beide liefern zwar Daten auf ähnliche Weise, sind aber nicht miteinander kompatibel. Das Common Media Application Format (CMAF), 2018 von MPEG standardisiert und 2016 von Microsoft und Apple initiiert, löste dieses Problem, indem es MPEG-DASH funktionsfähig und interoperabel mit HLS machte. Eingehüllt in einen CMAF-Container müssen die verschlüsselten Daten nur einmal gespeichert und gestreamt werden.

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