14.06.2022 | Ausgabe 6/2022

Präzise Synchronisation für die IP-basierte Produktion im gesamten SWR-Netzwerk

Entwicklung einer PTP-basierten Synchronisationsarchitektur

Source: Fringer Cat on Unsplash

Der Südwestrundfunk (SWR) setzt bei der Hörfunkproduktion auf den IP-basierten Austausch von Audiodaten mittels Technologien wie Ravenna und AES67. Als Grundlage hierfür gilt, dass über das IP-Netzwerk eine ausreichend genaue Zeitbasis mittels des Precision Time Protocol (PTPv2) zur Verfügung gestellt wird. Dieser Artikel beschreibt, wie der SWR PTP innerhalb der existierenden Netzwerkarchitektur implementiert hat, sodass Zeitinformationen im gesamten SWR – auch standortübergreifend – bedarfsorientiert zur Verfügung gestellt werden können

Der AES67-Standard fordert, dass die Synchronisation eines AES67-Mediagerätes mittels des Precision Time Protocol (PTPv2) zu erfolgen hat. Nur durch die Bereitstellung von präzisen Zeitinformationen im Sub-Mikrosekundenbereich können Media-Streams zwischen AES67-Geräten, bei niedriger Latenz, artefaktfrei ausgetauscht werden. Viele Veröffentlichungen zum Thema „PTP für Broadcast-Netze“ gehen von IP-basierter Fernsehproduktion aus. Da Video-Produktionen aufgrund großer Datenraten und hoher Latenz-Anforderungen oft mit einer Spine-Leaf-Architektur verbunden sind, werden PTP-Architekturen zumeist für diesen Netzwerkaufbau diskutiert. Jedoch besitzen viele Medienhäuser etablierte und große Netzwerkstrukturen, über welche eine Vielzahl von Services angeboten und abgewickelt werden. Der Umbau bzw. die Bereitstellung einer zusätzlichen, separaten Produktions-Infrastruktur kann sich daher unter Umständen als nicht praktikabel oder nicht wirtschaftlich erweisen.

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