11.07.2022 | Ausgabe 7/2022

Editorial

Foto: Chefredakteur der FKT, Martin Braun
// Quelle: Bild: Silvia von Eigen

Foto: Chefredakteur der FKT, Martin Braun // Quelle: Bild: Silvia von Eigen

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
wie wichtig persönliche Gespräche und der unmittelbare Austausch sind, hat
die Hamburg Open im Juni eindrucksvoll gezeigt. Nach mehr als zweijähriger
Corona-Pause war bei vielen Branchenprofis die Freude des Wiedersehens
groß. Endlich wieder abseits von Videokonferenzen direkt ins Gespräch
kommen zu können, ist zweifelsohne ein menschliches Urbedürfnis - bei
aller digitaler Affinität. Über die Hamburger Aufbruchstimmung haben wir
auf unserem FKT-Messestand mit Daniel Schmitt von der Hamburg Messe
und mit MCI-Chef Maximilian Below gesprochen.

Die vergangenen zwei Jahre haben einiges verändert, das wird auch mit
Blick auf die NAB deutlich. In vielerlei Hinsicht habe die Pandemie die
Umstellung auf die Remote-Produktion beschleunigt, berichtet unser Autor
Michael Grotticelli aus Las Vegas. „Die meisten sind sich einig, dass dies ein
unvermeidlicher und notwendiger nächster Schritt für die Rundfunk- und
Produktionsbranche war, und es ist unwahrscheinlich, dass alle wieder ins
Büro oder in die Produktionsstätten zurückkehren werden wie bisher.“ In
seiner Kolumne „Tech Across America“ trägt er einige Pro -und Contra-
Argumente für die neuen Produktionsmodelle zusammen.

Beispiele für dezentrale Lösungen gibt es mittlerweile in allen Bereichen,
sei es im Sport, im Nachrichtengeschäft oder in der Postproduktion. Studio
Berlin etwa setzt bei der Übertragung europäischer Handballspiele auf ein
selbst entwickeltes Remote-Production-Konzept, bei dem vor Ort nur noch
Kameras und Atmo-Mikrofone eingesetzt werden. Die eigentliche Produktion
realisiert die Regie in Berlin-Adlershof.

Die arabische Nachrichten-Plattform Asharq News wiederum nutzt eine voll
ausgestattete und mobile TV-Station, mit der Reporterinnen und Reporter
an jedem beliebigen Ort für „Breaking News“ sorgen können (Seite 22). Und
dass auch in der Postproduktion eine flexible, ortsunabhängige Zusammenarbeit
immer wichtiger wird, erörtern unsere Autoren Andreas Minuth und
Daniele Siragusano in einem ausführlichen Hintergrundbeitrag.


 

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