01.05.2012 | Ausgabe 05/2012

Höhere Bildfrequenzen

ein Schlüssel zu gesteigertem Seherlebnis und neuen Ausdrucksformen in Film und Fernsehen

In den USA zeigte Douglas Trumbull schon 1987 in seinem Showscan-Großbildkino einen mit 60 Bildern pro Sekunde gedrehten Film. Mit dem digitalen Film erlangt das Thema neue Aktualität. Systemtheoretisch ist die Bewegungsabbildung eine Abtastung mit der Bildfrequenz als Abtastfrequenz. Bei Verletzung des Abtasttheorems entstehen Störungen, deren Wahrnehmbarkeit und Störwirkung in subjektiven Untersuchungen ermittelt wurden. Für Film und Fernsehen erschließen höhere Bildfrequenzen interessante neue Möglichkeiten der Bildgestaltung.

Der amerikanische Filmpionier, Regisseur und Trickfilmspezialist Douglas Trumbull hat schon 1987 ein Filmtheater mit dem Namen „Showscan“ für 70-mm-Großbildprojektionen vorgestellt, das für eine Bildfrequenz von 60 Bildern pro Sekunde (60 frames per second, 60 fps) eingerichtet war. Nach übereinstimmenden Berichten war es beeindruckend, dort den von Trumbull gedrehten Film zu erleben: Das große, detailreiche Bild, die flüssigen, vollkommen störungsfreien Bewegungen ohne Rucken und Artefakte überzeugten die Zuschauer. Trumbull bezog sich 1987 auf Untersuchungen an amerikanischen Universitäten, die ein Optimum von 66 B/s ergeben hatten...


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