01.07.2012 | Ausgabe 07/2012

Realistische Nachbildung von Kabelfernsehnetzen im Labor

MESSTECHNIK

„Time-to-Market“ und „Design-to-Cost“ – jeder Ingenieur in der Produktentwicklung kennt diese Schlagwörter. Will man diese Ziele optimal erreichen, so gilt es, Konzepte frühzeitig zu erproben sowie Fehler so früh wie möglich zu erkennen und zu beheben. Ein unentbehrliches Hilfsmittel dazu sind Simulationen, bei denen Entwicklungsmuster und Prototypen im Labor den Bedingungen ausgesetzt werden, denen sie auch später im praktischen Einsatz begegnen werden. Das gilt auch und gerade für Kabelfernsehempfänger und -verstärker, die mit einer Vielzahl von Störeffekten zurechtkommen müssen. Die Nachbildung eines vollständigen Kabelfernsehnetzes stellt dabei besondere Anforderungen an die Prüftechnik, wie sie im Beitrag vorgestellt wird.

Jeder der drei klassischen Fernsehübertragungskanäle – terrestrische Ausstrahlung, Satellit und Breitbandkabel – hat eine Eigenschaft, die die Übertragungsqualität besonders beeinträchtigt und deshalb für einen fehlerfreien Empfang besonders kritisch ist:
– Bei der terrestrischen Ausstrahlung im VHF- und UHF-Bereich ist das die Mehrwegeausbreitung durch Reflexionen und die dadurch verursachten Echos.
– Beim Satellitendirektempfang ist es die enorme Dämpfung des Signals auf dem 36.000 km langen Weg vom Satelliten zur Empfangsschüssel.
– Beim Kabelfernsehen schließlich ist es die große Anzahl von dicht an dicht liegenden Kanälen, die sich möglichst wenig beeinflussen sollen, sodass der Empfänger das gewünschte Signal fehlerfrei selektieren kann...


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