01.09.2012 | Ausgabe 08-09/2012

Formatagnostisches Konzept für die Produktion, Übertragung und Wiedergabe immersiver Medien

FORMATAGNOSTISCHE PRODUKTION

Einerseits werden höhere Auflösungen, die stereoskopische Wiedergabe und größere Bildschirme angestrebt, die zu einer Erhöhung der Datenrate führen. Andererseits spielt die Personalisierung von Inhalten, die Nutzerinteraktion mit diesen und eine zunehmende Anzahl an unterschiedlichen Endgeräten eine immer wichtigere Rolle. Die Medienindustrie muss deshalb neue Produktions-, Übertragungs- und Wiedergabetechniken entwickeln, die zukünftige Anwendungen und Dienste sowie eine große Vielfalt an Endgeräten unterstützen.

Das europäische Forschungsprojekt FascinatE entwickelt ein Aufnahme-, Übertragungs- und Wiedergabesystem, das diese neuen Herausforderungen berücksichtigt. Die Grundidee ist ein formatagnostisches Konzept, das Audio- und Videoinformationen von mehreren unterschiedlichen Sensoren in einem gemeinsamen Datenformat vereint. Im Beitrag werden die verschiedenen Bereiche des Medienproduktionsprozesses unter dem Gesichtspunkt des formatagnostischen Ansatzes betrachtet und das Potenzial sowie Lösungen dafür dargestellt.Der Wunsch und die Anforderung an die Rundfunkindustrie, ein gemeinsames Videoproduktionsformat einzuführen, das nicht nur weltweit einheitlich ist, sondern auch unterschiedliche Anwendungen, Dienste und Endgeräte unterstützt, existieren schon lange. Traditionell bestimmt der Regisseur bei der Medienproduktion die Aufnahmen und Ansichten sowie das Mischen des entsprechenden Sounds nach kreativen Gesichtspunkten, um eine bestimmte Geschichte für ein bestimmtes Zielmedium (Kino, Heim-TV usw.) zu erzählen. Obwohl es Vorgehensweisen gibt, um einmal produzierte Inhalte auch für andere Endgeräte zu reproduzieren, können extreme Variationen bei den Endgeräten (mobile Endgeräte bis hin zu immersiven Projektionssystemen mit 3D-Sound) nicht optimal unterstützt werden...


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