01.12.2014 | Ausgabe 12/2014

Editorial

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und es wird Zeit, sich mit den letzten Investitionen und geplanten Erweiterungen für 2014 auseinanderzusetzen bzw. sich zu besinnen. Für die öffentlich-rechtlichen Anbieter bedeutet das, dass sie sich mit den noch vorhandenen Budgets beschäftigen müssen, um die letzten Gelder auszugeben, damit sie nicht ihre Glaubwürdigkeit verlieren und das neue Budget für 2015 im vollen Umfang erhalten. Die Kommerziellen hingegen fokussieren sich bereits auf das neue Jahr, damit die Planung sicher umgesetzt werden kann und es zu keinen Verzögerungen kommt.
Für mich bedeutet der Rückblick auf das Jahr 2014, dass sich die Arbeit wieder gelohnt hat, denn meine Autoren erfüllten meine Vorstellungen zur Themenauswahl und die von mir besuchten Events sowie Konferenzen boten einen Überblick an Beiträgen über die aktuelle Marktsituation der Branche – mit allen Nöten und Fragen.
Die FKT-Redaktion befindet sich im Umbruch. Seit Mitte des Jahres 2014 ist Frau Altschaffel wieder aus der Elternzeit zurück und zeichnet für den Newsletter verantwortlich und Angela Bünger arbeitet sich in ihre neuen Aufgaben ein. Ich werde am 31. Dezember 2014 meinen Chefredakteurs-Posten aufgeben und die Verantwortung für die FKT an meine Nachfolgerin übergeben. Mit der Übergabe trete ich zunächst in den Hintergrund, stehe aber noch bis zum 31. Juli 2015 als Berater und Herausgeber zur Verfügung. Damit geht für mich eine Zeit zu Ende, in der ich viele interessante Menschen kennen und schätzen gelernt habe. Ich blicke auf  Berufsjahre zurück, während derer ich mich unter anderem aktiv als Radio- und Fernsehtechniker im Handwerk mit Röhren- und Transistortechnik, IC-Lösungen sowie programmierbaren Chipsätzen, als Bildtechniker, Gehobener Ingenieur und Technischer Leiter bei öffentlich-rechtlichen Rundfunkanbietern (WDR, NDR, Deutschland Radio/DW) und im freien Produktionsmarkt betätigt habe. 1988 gründete ich mein Redaktionsbüro als Freier Journalist und Reise-/Technikautor, wozu mich meine Frau Sissi ermutigt hatte, denn ich war bereits mehrfach als Vortragender zu SMPTE- und FKTG-Konferenzen eingeladen worden. Selbstvermarktung war angesagt und ich machte mich auf die Suche nach Themen, die die Branche interessieren und vielleicht auch bewegen könnten.
So wurde der damalige FKT-Chefredakteur Norbert Bolewski auf mich aufmerksam, der meine Vorträge bereits veröffentlicht hatte und auf der Suche nach einem Fachjournalisten war. Auf ein kurzes Kennenlernen folgten Jahre intensiver und produktiver Zusammenarbeit– zunächst als Freier Journalist, im Anschluss daran als Stellv. Chefredakteur. Im Oktober 2007 übernahm ich interimsweise die Chefredaktion und bereits zum 1. Januar 2008 trat ich seine Nachfolge als Chefredakteur der FKT an.
Jetzt ist für mich die Zeit der Übergabe gekommen. Ich werde mit dem Jahreswechsel meine Aufgaben an Angela Bünger übergeben, der der Fachverlag Schiele & Schön meine Nachfolge übertragen hat. Sie arbeitet bereits seit mehr als eineinhalb Jahr für die Redaktion (zunächst als Mutterschutz-Vertretung für Frau Altschaffel und seit Mitte 2014 wird sie von mir intensiv eingearbeitet). Als erfahrene Kennerin der Kinobranche und Technikredakteurin sehe ich in ihr eine Chefredakteurin, die frischen Wind in die FKT bringen kann. Ich rufe Sie alle dazu auf, ihr fachtechnische Aufsätze anzubieten, die ihr den Start erleichtern werden. Mut hat sie bereits bewiesen, denn ihre Bewerbung auf ihren Platz in einer Männerdomäne betrachte ich als solchen. Ebenso wie ich es war, ist auch sie auf Ihre Hilfe und Unterstützung angewiesen.
Ich wünsche meiner Nachfolgerin immer viel Text auf dem Schreibtisch (der Seemann sagt wohl „stets Wasser unterm Kiel“), damit die FKT als Fachmagazin weiterhin Bestand hat. Gleichzeitig bedanke ich mich bei allen Autoren, Kollegen, Professoren und Unterstützern sowie den beiden Verlegern für die sehr gute Zusammenarbeit.

Auf Wiedersehen und alles Gute!

R.Wagner


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