01.01.2015 | Ausgabe 1-2/2015

Editorial

Der Jahreswechsel und die ersten Wochen des neuen Jahres sind eine Zeit der Reflexion und Veränderung – so auch für die FKT. Zum .. Januar .... habe ich die Chefredaktion von Reinhard Wagner übernommen, der die Zeitschrift über viele Jahre hinweg mit viel Liebe zum Detail gestaltet hat. In den knapp zwei Jahren unserer Zusammenarbeit habe ich seine hohe Fachkompetenz und seine Bereitschaft, erworbenes Wissen und Erfahrungen weiterzugeben, sehr geschätzt.
Ein solches Erbe anzutreten bedeutet zum einen eine große Verantwortung, da hiermit auch eine gewisse Erwartungshaltung der Leserschaft verbunden ist, die es zu erfüllen gilt. Zum anderen ist es ein Ansporn, den Qualitätsanspruch der FKT in eine neue Medienlandschaft zu übertragen, in der sich sowohl das Konsumverhalten von Medieninhalten als auch deren Produktionsprozesse signifikant verändert haben.
Im Zuge dieses Medienwandels, der sich in einer immer stärkeren Verschmelzung von TV-, Radio- und Online-Angeboten zeigt, sind die damit verbundenen Begriffe wie „Trimedialität“ und „File-basierte Workflows“ keine ferne Zukunftsmusik mehr, sondern längst Alltag. Damit verändern sich auch die Themen in der FKT. So werden uns etwa standortübergreifende Kooperation und Vernetzung in den nächsten Monaten und Jahren verstärkt beschäftigen.
In diesem Heft werden gleich zwei Themenbereiche behandelt, in denen die zuvor beschriebenen Veränderungsprozesse besonders deutlich werden: die audiovisuelle Lokalisierung von Medieninhalten und die Aus- und Weiterbildung.
So nimmt die Menge an Videoinhalten, die für Online- und/oder TV-Distribution bestimmt sind, seit Jahren überproportional zu. Damit einher geht die Notwendigkeit, diese Inhalte für nationale Märkte in der jeweiligen Landessprache oder für Menschen mit eingeschränktem Hörvermögen zur Verfügung zu stellen. In beiden Fällen wird auf das Erstellen von Untertiteln zurückgegriffen. Welche aktuellen Möglichkeiten es gibt, Untertitel für (Live-)Inhalte zu erstellen, und welche Einsatzgebiete mit diesen Lösungen abgedeckt werden, damit beschäftigen sich drei Beiträge dieser Ausgabe.
Auch die Anforderungen an die Aus- und Weiterbildung durchlaufen mit der fortgeschrittenen Vernetzung eine Veränderung. Anhand eines Beispiels aus dem Hochschulbereich wird aufgezeigt, wie Bildungsfernsehen heute aussehen kann und welche Herausforderungen es dabei zu meistern gilt. Ein weiterer Beitrag geht auf die praktische Ausbildung von Kameraleuten und Video-Editoren ein, deren Berufsbilder in Zeiten der crossmedialen Produktion eine immer größere Schnittmenge aufweisen.
Wie bei allen Veränderungen lässt sich auch der Wandel in der Rundfunk- und Kinobranche mit einem lachenden und einem weinenden Auge sehen – aufhalten lässt er sich jedoch nicht. Und wie bei einer Reise bedeutet jeder Wandel auch die Chance, Neues zu entdecken und über den eigenen Tellerrand hinauszublicken. Ich wünsche Ihnen ein spannendes Jahr .... und viel Erfolg bei Ihrer persönlichen Entdeckungsreise!


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