01.10.2015 | Ausgabe 10/2015

IMB5

Integration of Broadcast and Mobile Broadband in LTE/5G

Dieser Artikel gibt einen Überblick über das bayerische Förderprojekt IMB5, in dem sich ein Konsortium die praktische Realisierung eines eMBMS-fähigen LTE-Feldversuchs zum Ziel gesetzt hat, welcher, anders als zur Zeit laufende eMBMS-Trials, im Gleichwellen-Betrieb (SFN1)) arbeitet. Darüber hinaus wird sowohl die Umsetzung einer Erweiterung des Schutzintervalls „Cyclic Prefix“ und der Entwurf eines SDR-Empfängers für mögliche Änderungen bzw. Anpassungen aktueller Standards und Vorschläge für eine 5G-Standardisierung untersucht.

Einleitung
Die terrestrische Programmverbreitung in Deutschland erfolgt heute über landes- bzw. bundesweite flächendeckende Versorgungsnetze, welche den Empfang von Fernsehprogrammen nach dem DVB-T-Standard (künftig DVB-T2) stationär als auch portabel und mobil gewährleisten. Seit der starken Marktdurchdringung von Smartphones und Tablets werden vermehrt auch Videos und andere multimediale Angebote über mobile Endgeräte konsumiert, die den Inhalt über LTE-Netze beziehen. Die Übertragung erfolgt dabei über eine unwirtschaftliche Punkt-zu-Punkt-Verbindung. Ein Grund dafür ist, dass der DVB-T-Standard nicht in den Geräten implementiert ist und sich derzeit eine effiziente Broadcast-Verbreitung über LTE nicht realisieren lässt. Aufgebaut wurden die LTE- Netze nach dem 3GPP-Standard Release 8 und diese sollen im Laufe der Zeit adaptiv auf neuere Standards aufgerüstet werden. Um den Empfang von Rundfunkinhalten an jedem Ort und zu jeder Zeit in Zukunft auch für einen wachsenden nichtlinearen Nutzungsanteil zu ermöglichen, bietet sich eine innovative Übertragungstechnik als Teil eines gemeinsamen Rundfunk- und Mobilfunkstandards an, die sowohl den individuellen Konsum als auch die Massenverbreitung von Rundfunkinhalten erlaubt.


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