01.10.2015 | Ausgabe 10/2015

Schwankende Zuschauernachfrage

das unvorhersehbare Auf und Ab verwalten

Die traditionellen Rundfunkanstalten sehen sich nicht nur der wachsenden Beliebtheit der Neuen Medien gegenüber: Im Kampf um die Gunst der Zuschauer müssen sie mit einer stets schwankenden Nachfrage und enormen Spitzen beim Abruf populärer (Live-)Inhalte rechnen. Der Beitrag stellt vor, wie dieser Situation technologisch begegnet werden kann.
Aus dem Englischen übertragen (bue)

Es ist kein Geheimnis, dass eine der größten Bedrohungen im Wettbewerb um die Gunst der Zuschauer für die traditionellen Broadcaster in der zunehmenden Popularität von Unternehmen der Neuen Medien wie Netflix, Amazon und Apple liegt. Zuschauer können Inhalte, die sie interessieren, wann, wo und auf dem Gerät ihrer Wahl abrufen. Als Reaktion auf diese Revolution beim Konsum von Inhalten suchen die Anbieter nach Wegen, auf denen sie eine maximale Anzahl an Zuschauern erreichen können, und bemühen sich, dem Publikum Inhalte plattformübergreifend und rund um die Uhr verfügbar zu machen.
Für Rundfunkanstalten stellt das eine neue Chance dar, die sie davon befreit, Ausgaben im Voraus zu tätigen. Anstatt im Vorhinein in Terrestrik, Satellit oder Kabel für die Zulieferung der Inhalte zu investieren, können sie das freie Internet für OTT-Dienste verwenden. So nutzen sie die Investition anderer, sie zahlen für Content-Delivery-Dienste nach Verbrauch. Das Erreichen dieses wirtschaftlichen Übergangs von einem Investitionsmodell zu einem Betriebsausgabenmodell erfordert eine Änderung in der Technologie. Zunächst müssen Sendeanstalten die Technologien einsetzen, die es ihnen ermöglichen, ihre Inhalte auf die von ihrer Zielgruppe genutzten Geräte zu codieren oder zu transcodieren.
Das Vorbereiten von Inhalten für OTT oder mobile Zulieferung erfordert Transcodierung und andere Prozesse wie das Hinzufügen von Untertiteln, die Modifizierung von Metadaten und möglicherweise die Bearbeitung der Inhalte - all das bindet Ressourcen. Bei vielen Diensten, die Inhalte online bereitstellen, wird die Nachfrage ungleichmäßig sein, mit häufigen Spitzen und Schwankungen.


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