01.10.2015 | Ausgabe 10/2015

„Building Bridges“ mit IP

Der ORF setzte für die Übertragung des diesjährigen Eurovision Song Contest auf IP: Erstmals in der Geschichte der Veranstaltung wurden die Audiosignale über eine RAVENNA/AES67-basierte Infrastruktur übertragen.

In seinem 60. Jubiläumsjahr war der Eurovision Song Contest (ESC), eine der beliebtesten TV-Live-Sendungen weltweit, angetreten, seine eigenen Rekorde zu brechen. Neben den Zuschauern in der Halle wurden die drei Shows von nahezu 200 Millionen Zuschauern aus 80 Ländern angesehen. Unter den Zuschauer-Neuzugängen war auch China, das zum ersten Mal in der Geschichte des Events zusehen konnte. Nach Angaben der EBU hat der Sängerwettstreit dabei seine Zuschauerzahlen von 2014 um rund zwei Millionen Zuschauer übertroffen. Die Show erhielt 2015 ebenfalls einen Eintrag ins Guiness-Buch der Rekorde als der am längsten regelmäßig laufende, im Fernsehen ausgestrahlte Musikwettbewerb.
Allerdings war die wirkliche Sensation nicht Schwedens Mans Zelmerlöw, der sich gegen seine Gegner aus Russland und Italien im Finale durchsetzen konnte, sondern die komplexen dateibasierten Workflows, die der Österreichische Rundfunk und Gastgeber der Veranstaltung in Wien hinter den Kulissen des Austragungsortes, der Wiener Stadthalle, realisiert hat.
Das technische Gesamtkonzept des Gastgebers umfasste das Routing aller Audiosignale über eine RAVENNE/AES67-basierte Infrastruktur, eine Neuheit in der Produktion einer ESC-Übertragung. Hierbei arbeiteten sowohl die Nova 73 Audio-Kreuzschiene (Lawo) – und alle vom belgischen Übertragungsdienstleister VideoHouse angeschlossenen DALLIS-I/O-Systeme – als auch die Video- und Audioübertragung der eingesetzten Kommentatorlösung mit IP-basierter Netzwerktechnologie.


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