01.11.2015 | Ausgabe 11/2015

Barrierefreiheit im Rundfunk

Dienste für Broadcast und Broadband

Aktuelle technische Entwicklungen ermöglichen neuartige und einheitliche Lösungen für barrierefreie Fernsehangebote auf marktüblichen Smart-TVs und anderen, über das Internet verbundenen Geräten. Das IRT erforscht diese in verschiedenen Vorhaben. Dabei werden Lösungen auf Basis offener Standards wie HbbTV (Hybrid Broadcast Broadband TV) und EBU-TT (Timed Text) angestrebt, die sowohl für den Nutzer als auch für den Anbieter neue Möglichkeiten bieten. In diesem Artikel wird zu den aktuellen Entwicklungen berichtet.

Einleitung
Die Teilhabe aller Menschen, egal ob alt oder jung, mit oder ohne Behinderung, an seinen audiovisuellen Angeboten ist ein erklärtes Ziel des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Ein Schwerpunkt liegt bei Fernsehangeboten in den Zusatzdiensten Untertitel und Audiodeskription, die für gehörlose oder hörgeschädigte bzw. blinde oder sehbehinderte Nutzer sukzessive ausgebaut werden. Das Institut für Rundfunktechnik (IRT) forscht im Zeitalter der Konvergenz von Fernsehen und Internet verstärkt daran, die neuen technischen Möglichkeiten zu nutzen, um die barrierefreien Angebote auszuweiten und damit den Zugang für alle Menschen zu optimieren und zukunftssicher zu gestalten.
Die Arbeiten des IRT fokussieren sich dabei einerseits auf „klassische“ Angebote, wie die Übertragung von Untertiteln und die Verbesserung der Sprachverständlichkeit im Programm – ein Thema, das auch ältere Zuschauer betrifft. Für letztere Zielgruppe erforscht das IRT andererseits auch Möglichkeiten zur Unterstützung von alltäglichen Aktivitäten (wie etwa der Kommunikationsaustausch untereinander) durch den Einsatz neuer Technologien. Insbesondere die HbbTV-Technologie, die in immer mehr Haushalten Einzug hält, bietet dabei für sämtliche barrierefreien Angebote eine einheitliche Plattform, die den Anbietern bei der Erweiterung ihrer Dienste unterstützt und den Nutzern mehr Möglichkeiten zur Personalisierung bietet.


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