01.03.2015 | Ausgabe 3/2015

Die Magie der besseren Pixel

Teil II

Die Bildqualität des heutigen Farbfernsehsystems wird immer noch weitestgehend durch die Eigenschaften der Kathodenstrahlröhre bestimmt – dazu gehören die Auflösung, der Dynamikumfang, der Farbraum und oft selbst die Bildwiederholraten.

UHDTV war der erste Standard, der teilweise mit diesen Beschränkungen gebrochen hat. Ein erweiterter Farbraum wird vorgeschlagen, jedoch wurde die Referenzhelligkeit der Röhre beibehalten und die entsprechende elektro-optische Transferfunktion (EOTF) basiert immer noch auf der Gammacharakteristik der Phosphore einer Kathodenstrahlröhre.

Kürzlich wurde auf Basis der menschlichen Wahrnehmung eine neue EOTF durch SMPTE standardisiert. Diese ermöglicht die effiziente Übertragung von Bildern mit hohem Dynamikumfang.

Mit „Dolby Vision“ wird ein Dual-Layer-Codec-Fernsehsystem vorgestellt, das diese neue EOTF anwendet und sowohl einen hohen Dynamikumfang als auch einen erweiterten Farbraum produzieren, transportieren und wiedergeben kann.

4. Übertragung von EDR-Inhalten ins Wohnzimmer
Nach Ausarbeitung der Grundlagen für die Definition von EDR-Inhalten ergeben sich nun Fragen zur Auslieferung und Wiedergabe zu Hause. Die folgenden Kriterien sind dazu aufgestellt worden:
– Bilder höchster Qualität – die unverfälschte Absicht des Künstlers – sollen immer bis nach Hause ausgeliefert werden.
– Kompatibilität mit existierenden linearen und nicht-linearen Infrastrukturen
– Im Zuge der Weiterentwicklung von Display-Technologien wird sich die Bildqualität erhöhen, sowohl im professionellen als auch im Consumer-Bereich. Das Übertragungssystem muss zukunftsträchtig ausgelegt sein und darf nicht zu einem Flaschenhals werden.
– Das Übertragungssystem soll rückwärtskompatibel zu heutigen BT.709- oder BT.2020-Systemen sein.
– Unabhängigkeit von der Auflösung, Farbraum oder Bildwiederholfrequenz – für einen flexiblen Einsatz in heutigen als auch in zukünftigen TV-Systemen
– Die Übertragung sollte mit Standard Video-Codecs möglich sein.
– Eine Bitraten-effiziente Codierung des SDR/EDR-Signals ist notwendig.
– Neue EDR-Fernseher müssen in der Lage sein, die übertragenen EDR-Bilder auf das native Farbvolumen des eingebauten Panels abzubilden – unter Berücksichtigung individuell gegebener Schwarzwert, Spitzenweißpegel, Farbtemperaturen und Farbprimärvalenzen. Im Rahmen der technischen Möglichkeiten des Panels, muss das Bild so nah wie möglich an die künstlerische Absicht des Originals herankommen.


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