01.03.2015 | Ausgabe 3/2015

ACES in Low-Budget-Produktionen

Teil II

Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences hat mit ACES einen Farbraum in Kombination mit einem gleichnamigen Verfahren entwickelt, die eine Farbsignalverarbeitung auf höchstem Niveau erlauben und den Abgleich von Material aus verschiedenen Quellen erheblich vereinfachen sollen. Der Artikel gibt einen Überblick zum Thema Farbräume und Kennlinien, stellt das ACES-System vor und untersucht, ob das eigentlich für den Kino- und High-End-Bereich gedachte System auch in kleineren Produktionen nutzbringend eingesetzt werden kann.

Untersuchungen
Der ACES-Workflow, der seine Wurzeln eigentlich im Kino- und High-End-Bereich hat, verspricht viele Vorteile. Es stellt sich jedoch die Frage, ob diese Vorteile auch bei der Arbeit kleinerer Unternehmen mit Technik jenseits der großen Kamera-Flaggschiffe in Erscheinung treten, ob also die Umstellung auf ACES für Low-Budget-Unternehmen überhaupt sinnvoll ist.
Um dieser Frage nachzugehen, wurde ein Testaufbau mit vier Kameras durchgeführt. Das dabei gewonnene Material wurde einmal in einer klassischen output-referred Form nach BT.709 bearbeitet und anschließend mit den Ergebnissen des ACES-Workflows verglichen. Zudem wurde untersucht, ob die Arbeiten im ACES-System einfacher und zielführender oder möglicherweise sogar weniger effektiv durchzuführen waren.
Kern der Untersuchungen war ein fiktives Unternehmen, das mit zwei Broadcast-Kameras, der Panasonic HPX171 und der HPX371, und mit zwei Großchip-Kameras, der Blackmagic Cinema Camera und der Canon 5D Mk. III, arbeitet und seine Produktionen in die drei Distributionswege Web, TV und Kino – stellvertretend für sRGB, BT.709 und DCI P3 – ausgibt.
Um dem Low-Budget-Charakter noch weiter gerecht zu werden, wurde die Postproduktion komplett in DaVinci Resolve von Blackmagic durchgeführt und für das Monitoring ausschließlich eine Umgebung nach BT.709 vorausgesetzt.


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