01.04.2015 | Ausgabe 4/2015

Studioneubau für die Tagesschau beim NDR

Wie kann man die Tagesschau so umgestalten, dass sie den neuen Sehgewohnheiten der Nutzer entspricht? Mit welchem technischen Konzept ist man in der Sendeabwicklung von ARD aktuell möglichst störungsfrei sowie zukunftssicher? Diese und weitere Fragen werden in diesem sechsteiligen Fachbeitrag beantwortet.

Teil V: Vernetzte Regietechnik mit Mosart
Einleitung

Als Anfang 2009 die ersten Überlegungen im Bereich ARD-aktuell zur technischen Erneuerung zweier Studios stattfanden, wurde gleichzeitig die redaktionelle Rahmenbedingung formuliert, mit einem neuen Set- und OnAir-Design die Produktion aller ARD-aktuell-Sendeformate in einem gemeinsamen Studio zusammenzuführen. Eine wesentliche Frage, die sich aus dieser Anforderung ergab, war: Wie müssen ein Regiekonzept und die technische Ausstattung aussehen, die einen solchen Betrieb unter der Maßgabe zulassen, dass eine 24/7/365-Sendebereitschaft sichergestellt werden muss? Ist ein solcher Betrieb aus einer Regie möglich oder muss aus Havariegründen, für parallele Vorbereitungen oder aus anderen Gründen eine zweite Regie vorgesehen werden?

Eine weitere wesentliche Anforderung, die sich in der Folge herauskristallisierte, war, dass ein OnAir-Design umgesetzt werden sollte, das eine sehr präzise synchrone Playout-Steuerung unterschiedlicher Produktionssysteme notwendig macht. Ist diese Anforderung mit den bekannten manuellen Produktionsprozessen durchführbar oder ergibt sich daraus die Notwendigkeit für die Einführung einer Regieautomation? Nachfolgend sollen diese Fragen beantwortet und eine Übersicht über die umgesetzten technischen sowie organisatorischen Lösungen beschrieben werden.


Newsletter
Ja, ich möchte den Newsletter von FKT abonnieren