01.05.2015 | Ausgabe 5/2015

Usability-Analyse von HbbTV Teil I

Applikationstest zu HbbTV-Diensten

HbbTV-Geräte finden zunehmend Verbreitung und werden rege genutzt. Anders als in der Online-Welt am Computer haben sich noch keine typischen Navigationsmodelle durchgesetzt. Die vorliegende Nutzerstudie soll TV-Sendern und Geräteherstellern entsprechende Hilfestellungen geben. Es konnten unter anderem fünf Interface-Modelle identifiziert werden. Die Studie wurde im Mehr-Methoden-Design (Eyetracking, Post-Test-Befragung, RTA, Videobeobachtung) durchgeführt. Sie bestand aus einem Pretest, einem Applikationstest von acht HbbTV-Diensten und einem Gerätetest von vier HbbTV-fähigen Fernsehern.

1. Forschungsziel und -design
Die Verbreitung von HbbTV-fähigen Endgeräten im deutschen Markt wächst kontinuierlich. Mit einem Absatz von 4,7 Mio. Geräten im Jahr 2014 stieg die kumulierte Gesamtzahl seit 2008 auf 14,7 Mio. (GfK 2015). Die Nutzung der Geräte steigt ebenfalls. 2014 nutzten bereits 29,9 % der befragten Smart-TV-Besitzer die angebotenen Internetfunktionen (Tomorrow Focus Media und Goldbach Audience 2014). Hybrid broadcast broadband TV (HbbTV) ist im Gegensatz zu den eigenen Angeboten der Smart-TV-Gerätehersteller ein internationaler Standard, bei dem Dienste des linear genutzten Fernsehsenders über den Red-Button auf der Fernbedienung vom Zuschauer gestartet werden können.


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