01.05.2015 | Ausgabe 5/2015

Zuführungsinfrastruktur durch IP im Wandel

Die aktuellen Veränderungen in der Rundfunktechnik haben auch einen entscheidenden Einfluss auf die Art der Zuführung von Inhalten. Der Artikel beschreibt, wie IP die Zuführungsinfrastruktur verändert und welche wesentlichen Punkte es hierbei zu beachten gilt.

Einleitung

Die Zuführung, in den USA „Backhaul“ genannt, war für Rundfunkbetreiber schon immer eine Herausforderung. In den Anfangstagen floss ein Großteil des für den Signaltransport von entfernten Schauplätzen zurück zum Studio betriebenen technischen Aufwands in die Schaffung der drahtlosen Verbindungen.

Der Mikrowellen-Richtfunk wurde später durch Satelliten ersetzt. Beide Technologien verlangten jedoch sorgfältig platzierte zusätzliche Fahrzeuge vor Ort. Permanente Video- und Audioschaltungen boten eine Lösung für regelmäßig genutzte Spielstätten, doch selbst diese erwiesen sich mit dem einsetzenden Wandel in der Natur des Rundfunks als Hemmschuh. Heute erwartet man von den Produktionsfirmen die Lieferung multipler Feeds zurück zum Studio und unterschiedliche Feeds für verschiedene Nutzer.

Während die Rundfunkbetreiber vor diesem Problem in Schockstarre fielen, installierten die Telekommunikationsunternehmen emsig gigantische Datentransportkapazitäten in Form von IP-Netzwerken. Die IP-Netzwerke schienen eine naheliegende Lösung für das oben beschriebene Problem zu sein, doch die Rundfunkingenieure blieben generell skeptisch, was die Nutzung von IP für die missionskritische Zuführung betraf.


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