01.05.2015 | Ausgabe 5/2015

Lampenentwicklung für digitale Kinoprojektoren

Seit sechs Jahrzehnten sind Xenonlampen das Herzstück der Filmindustrie und setzen Filmstars auf Kinoleinwänden rund um den Globus in Szene. Der Artikel beschreibt den Entwicklungszyklus von Xenonlampen für aktuelle D-Cinema-Projektoren vom Design bis zur Fertigung anhand eines aktuellen Beispiels.

Einführung
In weltweit über 135.000 Kinosälen lassen sich Menschen 365 Tage im Jahr von auf Leinwand projizierten Bildern verzaubern. Die mit dem Film „Avatar“ im Jahr 2009 eingesetzte Digitalisierung der Kinoprojektoren wird Ende 2015 ihren Abschluss erreicht haben – damit ergibt sich ein weltweiter Bedarf von mehr als 350.000 Digitallampen.

Mit dem Übergang auf die digitale Projektionstechnologie mussten auch die Xenonlampen neu angepasst werden. Höhere Lichtleistung auf kleinerem Raum war nun gefordert, was die Alterung der Elektroden beschleunigte und zu frühzeitigem Ausfall der Lampen durch einen unruhigen Lichtbogen (Flickern) führte. Durch Implementierung von speziellen Elektrodenbehandlungsverfahren wurde die Alterung der Elektroden verzögert. Somit lässt sich eine längere Lebensdauer der Lampen bei hoher Anfangslichtleistung erzielen. Durch weitere Feinabstimmungen kann Osram seit Anfang 2015 Lampen mit 20 bis 30 Prozent höherer Lebensdauer anbieten. Dies soll den Kinobetreibern zu höherer Rentabilität verhelfen, da auch die Wartungsintervalle in den Kinos verlängert werden können.


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