01.05.2015 | Ausgabe 5/2015

6P-Laserprojektion

Neue Möglichkeiten für 3D-Kino

Die Nachfrage nach 3D-Kinofilmen ist in den letzten Jahren verstärkt zurückgegangen. Einige Gründe sind inhaltlicher Natur, jedoch liegen häufig auch Probleme bei der technischen Umsetzung der 3D-Projektion in den Kinos vor. Der Artikel geht diesen Fragestellungen auf den Grund und beschreibt, welche Vorteile die 6P-Laserprojektion für 3D-Kino bieten kann.

Einleitung
Zu Beginn des digitalen Rollouts in den Kinos waren aktuelle 3D-Filme ein Motor für die Digitalisierung und spätestens seit dem Film „Avatar“ 2009, der weltweit rund 2,7 Millionen US-Dollar einspielte, waren auch die letzten Skeptiker von den Möglichkeiten der neuen Technologien überzeugt. Doch seit einigen Jahren gehen die Kartenverkäufe für 3D-Filme stetig zurück.
Ein Teil des Problems liegt darin, dass die Qualität einiger 3D-Produktionen die Kinobesucher nicht überzeugen konnte. So wurden etwa Filme in 3D produziert, die nicht dafür geeignet waren. Jeffrey Katzenberg, Geschäftsführer von Dreamworks Animation, erklärte 2010 in einem Interview, dass Filmemacher und Produzenten die Gans umgebracht hätten, die goldene Eier gelegt habe, indem sie massenweise „schreckliche“ 3D-Filme produzierten. Dass die Erfolgsquote von 3D (im Vergleich zu 2D) auf dem US-Markt seither von 67 Prozent im Jahr 2009 auf 42 Prozent im Jahr 2013 gesunken ist, scheint seine Aussage zu bestätigen.
Dieser Rückgang in den 3D-Kartenverkäufen ist insofern problematisch, da auch die höheren Kartenpreise für 3D, die der gesamten Branche – vom Studio bis zum Kinobetreiber – zugutekommen, in gleichem Maße rückläufig sind. Doch die Schuld liegt nicht allein bei den Produzenten und Studios – auch Technologielieferanten, Systemintegratoren und Kinobetreiber müssen die Verantwortung dafür übernehmen und die potentiellen Folgen verstehen, die Entscheidungen im Technologiebereich für das 3D-Erlebnis insgesamt haben können.


Newsletter
Ja, ich möchte den Newsletter von FKT abonnieren