01.06.2015 | Ausgabe 6/2015

Messtechnische Bewertung von HDR-Kamerasystemen

Moderne CMOS-HDR-Bildsensoren können bei Single-Shot-Aufnahmen mittlerweile einen Dynamikumfang von bis zu 90dB abbilden, was nicht nur Produktionsinfrastruktur und Bildwiedergabegeräte, sondern auch Messverfahren zur Beurteilung der Bildparameter vor neue Herausforderungen stellt. Der Beitrag stellt die Ergebnisse der Untersuchung eines solchen Bildsensors auf seine elektrooptischen Eigenschaften vor. Zudem werden verschiedene Aspekte von Kamerasystemen im Hinblick auf einen gesteigerten Dynamikumfang bei fernsehtauglichen Bildwiederholraten betrachtet. Der Artikel basiert auf der Bachelorarbeit „Messtechnische Bewertungen eines HDR-Kamerasystems in Bezug auf Broadcastanwendungen“, die von Prof. Axel Hartz an der Hochschule der Medien Stuttgart betreut wurde.

Einführung
Für eine Steigerung der Bildqualität sind neben einer Steigerung der Ortsauflösung auch weitere Bildparameter zu berücksichtigen. Dementsprechend wurden neue Parametersätze für die Aufnahme und Verbreitung von Fernsehen schon kurz nach der Umstellung von SDTV auf HDTV im Jahr 2012 in der ITU-R BT.2020 festgehalten. Sie umfassen neben höheren Ortsauflösungen, höheren Bildwiederholraten und einem größeren Farbraum auch eine Steigerung der Bilddynamik. Da die jüngsten Bildwiedergabetechnologien wie OLED-Displays schon zum jetzigen Zeitpunkt annährend die geforderte Bilddynamik wiedergeben können, ist es nun an den Herstellern von Kamerasystemen sowie Produktions- und Distributionsinfrastruktur, ihrerseits die entsprechenden Gerätschaften zur Produktion von Content zur Verfügung zu stellen. Eine Auswahl der wichtigsten Verfahren für die Aufnahme von HDR-Bildmaterial wurde im Rahmen der Bachelorarbeit „Messtechnische Bewertung eines HDR-Kamerasystems in Bezug auf Broadcastanwendungen“ des Autors diskutiert.


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