01.06.2015 | Ausgabe 6/2015

Fernproduktion fördert Live-Produktion im Rundfunk

Live-Übertragungen sind nach wie vor ein Maßstab für die Gestaltung hochwertiger Fernsehprogramme und erreichen regelmäßig hohe Zuschauerzahlen. Ein Wermutstropfen waren jedoch stets die hohen Produktionskosten. Der Beitrag zeigt auf, wie Fernproduktion über IP oder Glasfaser von Rundfunkbetreibern für schlanke Live-Workflows eingesetzt werden können.

Einleitung
Der Erfolg von Rundfunkbetreibern ist abhängig von der Schaffung und Bereitstellung überzeugender, hochwertiger Inhalte – und nichts überzeugt mehr als Live-Fernsehen. Live-Inhalte sind außerordentlich wertvoll, denn sie können in einzigartiger Weise Zuschauer und damit Werbetreibende anziehen.
Das Konsumentenverhalten unterstreicht diesen Hunger nach Live-Programmen, denn die heutigen Zuschauer können nicht genug von Live-Sendungen aller Art bekommen, was wiederum hohe Quoten und entsprechendes Interesse fördert. Längere Inhalte schauen sich viele Konsumenten lieber auf Abruf an, was bis zum „Koma-Gucken“ ganzer Serien an nur einem oder zwei Tagen gehen kann. Und die Inhalte können aus verschiedenen Quellen von DVDs bis YouTube stammen. Man könnte argumentieren, dass Live-Programme mit ihrem Potenzial, das Medienangebot zu bereichern und Analysen beizutragen, eine mächtige Waffe der Rundfunkbetreiber gegen die Herausforderung durch OTT-Dienste sei.
Die Zuschauer wollen Events wie Reality-TV, weltweite Sportveranstaltungen oder große Unterhaltungsshows sehen – und das nicht erst am nächsten Tag. Sie wollen sofort wissen, wer gewinnt, und darüber mit ihren Freunden in den sozialen Medien diskutieren. Live-Programme eignen sich also gut für Second-Screen-Anwendungen, was in der heutigen Medienlandschaft eine zunehmend wichtige Überlegung ist.


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